{"id":831,"date":"2012-05-21T16:47:53","date_gmt":"2012-05-21T14:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=831"},"modified":"2012-05-21T16:47:53","modified_gmt":"2012-05-21T14:47:53","slug":"ziel-erreicht-oder-verfehlt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=831","title":{"rendered":"Ziel erreicht oder verfehlt?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aktueller Kommentar zur Deutschen Woche in Tiflis\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4re weniger vielleicht mehr gewesen? Diese Frage muss nach der Deutschen Woche des Jahres 2012 in Tiflis gestellt werden. Laut Programmheft waren es \u00fcber 40 Einzelveranstaltungen an f\u00fcnf Tagen. In Zahlen liest sich das Unternehmen \u201eDeutsche Image-Kampagne\u201c also ausgezeichnet. Und sicher werden auch entsprechende Berichte in die Heimat gekabelt.<\/p>\n<p>Vor Ort besehen m\u00fcssen doch einige Zweifel angemeldet werden. Wenn es das Ziel war, die umfangreichen Aktivit\u00e4ten deutscher Institutionen einmal im Jahr in konzentrierter Form der georgischen \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren, dann muss sich das Ergebnis an diesem Anspruch messen lassen. Viele Veranstaltungen fanden fast unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit statt, \u00a0zumindest der georgischen, bei anderen suchte man vergebens nach wenigstens einem respektablen Gast aus dem Umfeld der georgischen Politik, der signalisiert h\u00e4tte, dass dieses deutsch-georgische Event auch auf der Gegenseite auf eine gewisse Beachtung gesto\u00dfen w\u00e4re. Die meisten Veranstaltungen kamen \u00fcber eine deutsch-georgische Insider-Selbstbespiegelung nicht hinaus.<\/p>\n<p>Zu fragen ist vor allem: Wurden die Instrumente der \u00d6ffentlichkeitsarbeit zielf\u00fchrend und vor allem auch rechtzeitig eingesetzt? Reicht es aus, wenige Tage vor Beginn der Veranstaltung eine Webseite mit dem Programm ins Netz zu stellen und einen Katalog aus der Druckerei zu holen, der nicht mehr rechtzeitig verteilt werden konnte? 3.555 Besucher erreicht die Webseite im Laufe der Woche, ein Gro\u00dfteil der Webseiten-Besucher kam \u00fcber Facebook (Quelle: Deutsche Botschaft!!!!). Interessant w\u00e4re, zu erfahren, aus welchen Erdteilen diese Besucher alle stammen. Aus Tiflis ganz sicher die wenigsten. Denn in Tiflis wusste kaum jemand etwas von der Deutschen Woche: Keine Plakate, keine Werbung, keine hinreichende Information der Presse. Nur Facebook,\u00a0Placebo-Werbung.mehr nicht.<\/p>\n<p>Die Folge: ein durchaus bescheidenes Interesse der \u00d6ffentlichkeit und der georgischen Medien. Der Medien-Spiegel, sicher Bestandteil eines jeden Rechenschaftsberichts in der Heimat, d\u00fcrfte recht d\u00fcnn ausfallen. Hat sich der ganze Aufwand dann wirklich gelohnt? Es geht \u2013 ganz nebenbei \u2013 auch um das Geld des deutschen Steuerzahlers, das fern der Heimat ohne die zu Hause \u00fcblichen Kontrollmechanismen ausgegeben wird.<\/p>\n<p>Als H\u00f6hepunkt der Woche bezeichnete die Botschaft das Abschlussfest im Goethe-Institut, das nur deshalb so gut besucht war, weil man in der Nacht das \u201eDahoam\u201c-Endspiel des FC-Bayern \u00fcbertrug. Public Viewing als H\u00f6hepunkt der deutschen Woche in Tiflis. Vernichtender kann ein Urteil nicht sein. Quelle, wie gesagt: Deutsche Botschaft.<\/p>\n<p>Was ist zu tun, damit der immense Organisationsaufwand einer solchen Woche, von vielen Institutionen und Personen getragen, im n\u00e4chsten Jahr mehr Fr\u00fcchte abwirft als in diesem? Die Verantwortlichen in Tiflis und ihre entsendende Beh\u00f6rde in Berlin werden um eine offene und vor allem selbstkritische Bestandsaufnahme nicht herumkommen. Orientierung k\u00f6nnte Fritz Pleitgen bieten mit seinem Podiumsschlusswort: \u201eEs war ausgezeichnet, aber vieles muss anders werden.\u201c<\/p>\n<p>Rainer Kaufmann<\/p>\n<p>Mehr Kritiken, Berichte und Fotos von der Deutschen Woche in der n\u00e4chsten Print-Ausgabe der Kaukasischen Post Anfang Juni.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktueller Kommentar zur Deutschen Woche in Tiflis\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 W\u00e4re weniger vielleicht mehr gewesen? Diese Frage muss nach der Deutschen Woche des Jahres 2012 in Tiflis gestellt werden. Laut Programmheft waren es \u00fcber 40 Einzelveranstaltungen an f\u00fcnf Tagen. In Zahlen liest sich &hellip; <a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=831\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[1],"tags":[184],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/831"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=831"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":833,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/831\/revisions\/833"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}