{"id":828,"date":"2012-05-18T15:11:25","date_gmt":"2012-05-18T13:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=828"},"modified":"2012-05-18T15:11:25","modified_gmt":"2012-05-18T13:11:25","slug":"mehr-als-800-jahre-beziehungen-zwischen-deutschland-und-georgien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=828","title":{"rendered":"Mehr als 800 Jahre Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien"},"content":{"rendered":"<p>In diesen Tagen ist in Tiflis viel von 20 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien die Rede, genauer gesagt von der &#8222;Wieder&#8220;-Aufahme diplomatischer Beziehungen Anfang 1992. In\u00a0der April-Sonderausgabe zu diesem Jubil\u00e4um hat die Kaukasische Post den Bogen weiter gespannt. In einer viel beachteten Titelstory hat sich der Historiker <em><strong>Volker Venohr<\/strong><\/em>\u00a0mit manchen Aspekten der deutsch-georgischen Beziehungs-Geschichte besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beziehungen zwischen Deutschen und Georgiern bestehen seit etwa 800 Jahren und in vielerlei Hinsicht. Nicht nur auf kulturellem Gebiet, in Wissenschaft und Technik, in Wirtschaft und Politik, sondern auch im Feld der Diplomatie und des Milit\u00e4rs ist die gemeinsame Geschichte voller Wechsellagen, von der Idee der Verschmelzung bis zur v\u00f6lligen Abschottung beider Nationen kann die Geschichte berichten.<br \/>\nSo mag man es kaum glauben, dass die Idee einer georgischen Monarchie mit einem K\u00f6nig aus dem Haus der Hohenzollern an der Spitze selbst in georgischen Kreisen Anfang des 20. Jahrhunderts ernsthaft diskutiert wird. Wilhelm II. gibt sich als Freund Georgiens, ihn treibt die Vorstellung um, einen seiner Verwandten oder gar einen seiner S\u00f6hne auf den Thron eines \u201eK\u00f6nigreichs Georgien\u201c zu setzen. Sein Kanzler, Theobald von Bethmann-Hollweg, verfolgt andere Gedanken. Ihm schwebt die Bildung einer Reihe von Pufferstaaten in Transkaukasien vor, zu denen er auch Georgien z\u00e4hlt. Mit einem solchen Staateng\u00fcrtel kann Russlands Einfluss nach S\u00fcden blockiert werden.<\/p>\n<p>In den Pl\u00e4nen der deutschen Milit\u00e4rf\u00fchrung spielt der Kaukasus vor dem Ersten Weltkrieg zun\u00e4chst keine Rolle. Erst im Verlauf des Krieges gewinnt die Region s\u00fcdlich des Kaukasus f\u00fcr das deutsche Milit\u00e4r wegen seiner Rohstoffe und Bodensch\u00e4tze zunehmend an Bedeutung. Die gigantischen Verluste in den Materialschlachten in Verdun und an der Somme, die zahlreichen vergeblichen Offensiven der kaiserlichen Armee in Frankreich, die Hungerkatastrophe im \u201eSteckr\u00fcbenwinter 1916\/17 in der Heimat, aber auch das durch den Zusammenbruch des Zarenreichs 1917 entstandene Machtvakuum in der S\u00fcdkaukasusregion bewirken ein Umdenken bei der deutschen Milit\u00e4rf\u00fchrung. Ist nicht der S\u00fcdkaukasus das Tor nach Afghanistan und Indien? Dort trifft man England an seiner weichen Stelle. Und man kommt dem Gegner im Wettlauf um Rohstoffe zuvor. Durch den deutschen Vormarsch in der Ukraine, auf der Krim und die verst\u00e4rkte Anwesenheit deutscher Marineeinheiten auf dem Schwarzen Meer entbehren diese Ideen noch nicht einmal eines realen Kerns. Nun erweist es sich als sehr n\u00fctzlich, dass Deutschland das Nationalkomitee zur Befreiung Georgiens finanziert. Es existiert bereits ein Vertrag, in dem das Nationalkomitee Deutschland im Fall der georgischen Unabh\u00e4ngigkeit handfeste Unterst\u00fctzung zusagt. Und seit mehreren Jahren transportiert Deutschland zur Unterst\u00fctzung georgischer Nationalisten und zur Destabilisierung der russischen Herrschaft immer wieder Waffen, Munition und Sprengstoff mit Unterseebooten an die georgische Schwarzmeerk\u00fcste. Georgien kann nun die Funktion eines Br\u00fcckenkopfs nach Asien \u00fcbernehmen und Bodensch\u00e4tze liefern.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass der t\u00fcrkische B\u00fcndnispartner zu sehr seine eigenen Interessen verfolgt und den abziehenden russischen Truppen eigenes Milit\u00e4r folgen l\u00e4sst. Das Vorr\u00fccken t\u00fcrkischer Streitkr\u00e4fte \u00fcber die im M\u00e4rz 1918 im Friedensvertrag von Brest-Litowsk festgelegten Grenzen auf russisches Territorium kann das deutsche Reich nicht mehr unwidersprochen hinnehmen. Nun muss Berlin handeln und es handelt.<br \/>\nDie Verstimmung mit dem t\u00fcrkischen B\u00fcndnispartner f\u00fchrt zu verst\u00e4rkten diplomatischen Kontakten zwischen Deutschen und Georgiern. Man erkennt, dass die Bedingungen zur Gr\u00fcndung eines unabh\u00e4ngigen georgischen Staates \u00e4u\u00dferst g\u00fcnstig sind. Graf von der Schulenburg, der bereits 1911 Generalkonsul in Tiflis war, wird erneut nach Georgien entsandt. Schulenburg f\u00fchrt intensive Gespr\u00e4che mit den georgischen Partnern. Schnell wird klar, dass deutsche Streitkr\u00e4fte in Transkaukasien gebraucht werden, um dem Streben der T\u00fcrkei nach Besetzung des Territoriums wirksam zu begegnen. Auf Dr\u00e4ngen der Vertreter Deutschlands ersucht der Georgische Nationalrat am 14. Mai 1918 das Deutsche Reich offiziell um Schutz und Hilfe. Am 25. Mai 1918 landen 3.000 deutsche Soldaten in Poti. Nun sind die Voraussetzungen geschaffen: Georgien erkl\u00e4rt am 26. Mai 1918 seine Unabh\u00e4ngigkeit. Der deutsche Literat und Chefredakteur der <em>Kaukasischen Post<\/em>, Arthur Leist, versichert den Georgiern beim Festbankett zur Unabh\u00e4ngigkeit die Freundschaft des gesamten deutschen Volkes. Das Kaiserreich ist dann auch die erste Nation, die die junge Republik Georgien anerkennt. Schon zwei Tage sp\u00e4ter schlie\u00dft die deutsche Regierung mehrere Abkommen mit der sozialdemokratischen Regierung Georgiens.<\/p>\n<p>Der Charakter der Vereinbarungen ist bis heute umstritten. Sind es Vertr\u00e4ge, die das junge Georgien fesseln und auf den Status eines Vasallenstaates Deutschlands herabstufen oder ist Georgien gleichberechtigter Partner des kaiserlichen Deutschland, das als Schutz- und Garantiemacht lediglich einen privilegierten Zugang zu den Ressourcen der Kaukasusrepublik erh\u00e4lt? F\u00fcr beide Standpunkte gibt es starke Argumente. Tats\u00e4chlich erhalten deutsche Banken und Konzerne vertraglich ein Zugriffsrecht auf alle georgischen Rohstoffe. Das Deutsche Reich bekommt das Nutzungsrecht f\u00fcr die Eisenbahnlinien, das Recht zur Besetzung der Eisenbahnstationen, die Kontrolle und das Recht zur Nutzung des Post- und Telegrafenwesens und das Recht auf die Nutzung des Hafens Poti und des gesamten georgischen Schiffsraumes. Aber das Deutsche Reich greift nicht in die Souver\u00e4nit\u00e4tsrechte und die Integrit\u00e4t Georgiens ein.<\/p>\n<p>Im Juni 1918 erreicht eine deutsche diplomatische Milit\u00e4rdelegation unter F\u00fchrung des Generals Friedrich Siegmund Kre\u00df von Kressenstein Tiflis. Ihr Auftrag: Kontrolle der Verkehrswege, Pr\u00fcfung der M\u00f6glichkeiten einer Durchdringung des transkaukasischen Gebiets mit dem Ziel der kriegswirtschaftlichen Nutzung, Verhinderung einer t\u00fcrkischen Eroberung der Kaukasusgebiete, Sicherung der reichen Vorkommen an Mangan, Kupfer und \u00d6l f\u00fcr die deutsche Kriegswirtschaft, Aufstellung einer schlagkr\u00e4ftigen Armee aus Kaukasiern f\u00fcr den Einsatz gegen die Engl\u00e4nder in Indien. Deutsche Soldaten sind nun Garantietruppen der georgischen Unabh\u00e4ngigkeit und Ausbilder im Aufbau eines georgischen Milit\u00e4rs, dem auch deutsche Kolonisten angeh\u00f6ren sollen. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen: Krankheiten und Fahnenflucht dezimieren die ohnehin schwachen georgischen Einheiten, ihre Kampfkraft bleibt gering. Dennoch gelingt es deutschen Einheiten im Verbund mit den georgischen Truppen im S\u00fcden auf georgisches Gebiet vorgedrungene Tatarenverb\u00e4nde abzuwehren.<\/p>\n<p>Ende August 1918 stehen mehr als 5.000 deutsche Soldaten auf georgischem Gebiet. Kre\u00df bereitet ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit der jungen Republik Georgien vor. Als Vorbedingung m\u00fcssen jedoch erst kampfkr\u00e4ftige Verb\u00e4nde aufgestellt werden. Kre\u00df arbeitet genaue Organisationspl\u00e4ne f\u00fcr eine georgische Armee aus, zwei Infanteriedivisionen und eine Kavalleriedivision sollen das R\u00fcckgrat bilden. Innergeorgische Streitigkeiten verhindern jedoch den Aufbau einer Armee. Die Mission von Kressensteins in Georgien wird zwischenzeitlich von schweren Konflikten mit dem t\u00fcrkischen B\u00fcndnispartner erschwert. In Frankreich wird die milit\u00e4rische Lage f\u00fcr Deutschland immer schwieriger. Die Front kann nur m\u00fchsam gehalten werden. Das deutsche Oberkommando beschlie\u00dft am 21. Oktober 1918 das Milit\u00e4rkontingent aus Georgien abzuziehen. Die letzten deutschen Soldaten verlassen Georgien im Dezember 1918. Truppen der Siegerm\u00e4chte folgen den Deutschen nach und besetzen vor\u00fcbergehend die S\u00fcdkaukasusregion. Die Niederlage Deutschlands im Weltkrieg beendet diese dramatische Episode der deutsch-georgischen Beziehungen. Der Aufbau eines georgischen Heeres bleibt auf halbem Weg stecken. Dennoch tr\u00e4gt das deutsche Engagement sp\u00e4te Fr\u00fcchte: Nach R\u00e4umung des Operationsgebietes und R\u00fcckverlegung der Kaukasusarmee nach Deutschland k\u00f6nnen georgische Formationen mehrere Angriffsversuche auf ihr Territorium abwehren. Die Eigenstaatlichkeit Georgiens bleibt zun\u00e4chst erhalten. Dem Einmarsch der 11. Roten Armee am 15. Februar 1921 k\u00f6nnen die Georgier allerdings nur ihren Mut entgegensetzen. Die unabh\u00e4ngige Republik Georgien h\u00f6rt auf zu existieren.<\/p>\n<p>Mit der Okkupation Georgiens brechen die Beziehungen der Georgier zu Deutschland weitgehend ab. Die ehemalige Schutzmacht versinkt in Revolution und wirtschaftlichem Chaos, errichtet z\u00f6gernd eine ungeliebte Republik, die nach kurzer Bl\u00fcte 1933 zu Ende geht. Dann begeben sich die Deutschen in Diktatur und braunen Terror.<br \/>\nDie neuen Machthaber nehmen die Kriegsziele des Ersten Weltkriegs wieder auf, angereichert mit Antibolschewismus, Rasseideologie und Herrenmenschentum. Hitler sieht Deutschlands k\u00fcnftigen \u201eLebensraum\u201c im Osten unter r\u00fccksichtsloser Vernichtung und Versklavung der einheimischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Am 22. Juni 1941 f\u00e4llt der Startschuss f\u00fcr den Weltanschauungskrieg: \u00dcberfall auf die Sowjetunion. Der Feldzug tr\u00e4gt den Decknamen \u201eUnternehmen Barbarossa\u201c, ein Kreuzzug gegen \u201eUntermenschen\u201c und \u201eBolschewisten\u201c soll es werden. Aber nicht zuletzt spielen im Kalk\u00fcl Hitlers die \u00d6lfelder von Maikop und Baku eine wesentliche Rolle. Auf der anderen Seite k\u00e4mpfen bis Kriegsende ca. 700.000 georgische M\u00e4nner in der Roten Armee in den Schlachten von Kiew, Leningrad, Stalingrad, Kursk und beim Endkampf um Berlin. Gesicherte Zahlen \u00fcber Verluste gibt es nicht. Die Milit\u00e4rgeschichte wei\u00df aber, dass der georgische Blutzoll \u00fcber dem Durchschnitt liegt. Am 5.April 1942 erl\u00e4sst Hitler die Weisung f\u00fcr den sogenannten \u201eFall Blau\u201c, einer Offensive gegen den Kaukasus mit dem Ziel der Eroberung von Majkop, Grosny und Baku unter gleichzeitiger Eroberung der Stadt Stalingrad. Die Offensive beginnt am 28. Juni 1942. Deutsche Gebirgsj\u00e4ger erreichen den Kaukasus, auf dem Elbrus weht die Hakenkreuzfahne. 40 km tief dringen deutsche Panzer auf georgisches Gebiet vor. Auf deutscher Seite k\u00e4mpfen unter anderem vier georgische Infanteriebataillone aus geworbenen sowjetischen Kriegsgefangenen und Emigranten im Kaukasus. Dazu wechseln ganze Kampfeinheiten einer georgisch-sowjetischen Sch\u00fctzendivision Ende September 1942 die Seiten. Am Terek lassen die Deutschen einen georgischen Soldatenchor an warmen Sommerabenden Lieder \u00fcber die Hauptkampflinie schmettern, eine Einladung an \u00dcberl\u00e4ufer. Treibstoffmangel und die Niederlage von Stalingrad zwingen die Deutschen jedoch zum R\u00fcckzug.<\/p>\n<p>Schon ab 1941 wird in deutschen Kriegsgefangenenlagern nach Georgiern gesucht, die sich in einer \u201eGeorgischen Legion\u201c zum Kampf gegen die Sowjetunion bereit erkl\u00e4ren sollen. Als K\u00f6der dient ein vage in Aussicht gestelltes unabh\u00e4ngiges und freies Georgien. Zwar gibt es nur begrenzt Bereitschaft, dennoch wird eine nicht unerhebliche Zahl von Freiwilligen angeworben. Deren Beweggr\u00fcnde liegen im Dunkeln, jedoch d\u00fcrfte der Wille zur Rettung des eigenen Lebens das weitaus h\u00e4ufigste Motiv sein. Denn die Sterblichkeitsrate in den Gefangenenlagern ist extrem hoch, viele Gefangene sind nahezu verr\u00fcckt vor Hunger und Ersch\u00f6pfung, sowjetische Kriegsgefangene z\u00e4hlen zu den ersten Opfern, die in den Gaskammern von Auschwitz ermordet werden. Erst in zweiter Linie sind ideologische oder nationalistische Beweggr\u00fcnde anzunehmen. Sogar die Absicht, die Deutschen so bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen ist belegt. Trotz Eingliederung in die Wehrmacht haftet der Georgischen Legion der Verdacht der Unzuverl\u00e4ssigkeit an. Einzelne Einheiten werden wegen Zersetzungserschienungen 1943 wieder aufgel\u00f6st. Etwa 12.000 Georgier sollen auf deutscher Seite in der Georgischen Legion gedient haben, hinzu kommen Georgier in Bau- und Hilfsbataillonen.<\/p>\n<p>Im April und Mai 1945 erleben die georgisch-deutschen Beziehungen im 20. Jahrhundert ihre wohl dunkelste Stunde. Schauplatz ist die Nordseeinsel Texel in den von Deutschen besetzten Niederlanden. Texel ist gegen Ende des Krieges milit\u00e4risch bedeutungslos. Die Insel ist durch Bunkeranlagen und schwere K\u00fcstenartillerie befestigt, zur Sicherung gegen eine Invasion der Alliierten. Die Invasion hat aber l\u00e4ngst in der Normandie stattgefunden, amerikanische Truppen stehen bereits auf deutschem Boden. Im Januar 1945 wird das Georgische Infanteriebataillon 822 auf die Insel verlegt. Es besteht aus etwa 800 Georgiern und 400 Deutschen. Auf der Insel herrscht Ruhe. Die Lage explodiert, als die Deutschen das Bataillon auf das Festland schicken wollen, damit es in den Endkampf eingreifen kann. Die Georgier erfahren von den Planungen, str\u00e4uben sich gegen einen sinnlosen Tod. Sie bef\u00fcrchten auch, als Gefangene an Stalin ausgeliefert zu werden, der jede Kollaboration mit dem Tod bestrafen l\u00e4sst. Manch einer sieht jetzt auch die Chance zur Rache f\u00fcr die unmenschliche Behandlung in den Kriegsgefangenenlagern der Wehrmacht. Die Georgier entschlie\u00dfen sich zum Aufstand. Den direkten Kampf k\u00f6nnen sie ohne Waffen nicht wagen. Im Schlaf t\u00f6ten sie in der Nacht zum 6. April ihre ehemaligen deutschen Kameraden, mit denen sie noch vor Kurzem gefeiert haben und Wasserski gefahren sind. Sie nutzen Dolche und Rasiermesser. Die Aktion dauert nur wenige Stunden und kostet etwa 400 Menschenleben. Es gelingt den Georgiern das deutsche Hauptquartier unter ihre Kontrolle zu bringen. Nur die K\u00fcstenbatterien im Norden und S\u00fcden bleiben in deutscher Hand. Die Deutschen sind v\u00f6llig \u00fcberrascht, organisieren aber Gegenwehr. Die Kanonen der K\u00fcstenbatterien werden umgedreht und beschie\u00dfen das Inselinnere dort, wo sich Georgier befinden oder wo sie vermutet werden. Als Hitler von dem Aufstand erf\u00e4hrt, befiehlt er: \u201eAlle Georgier sofort liquidieren!\u201c Verst\u00e4rkungen werden vom Festland her geschickt. In den kommenden Wochen entwickelt sich eine blutige und sinnlose Schlacht abseits des Hauptkriegsgeschehens. Es ist selten ein offener Kampf, eher ein Partisanenkrieg. Die Deutschen gehen r\u00fccksichtslos und gnadenlos vor, zahlenm\u00e4\u00dfig sind sie jetzt \u00fcberlegen. Dort wo man glaubt, dass sich Georgier verbergen, wird auch die Zivilbev\u00f6lkerung nicht geschont. Versprengte Georgier leisten hartn\u00e4ckig Widerstand, verstecken sich auf der Insel. Auch als am 8. Mai das Deutsche Reich kapituliert gehen auf Texel die K\u00e4mpfe weiter. Erst am 20. Mai 1945 landen kanadische Truppen auf der Insel und beenden den Spuk. Sie z\u00e4hlen 2347 tote Deutsche, 470 tote Georgier und 114 tote Texelaner. Dies sind die letzten Gefallenen des Zweiten Weltkrieges in Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen ist in Tiflis viel von 20 Jahren diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien die Rede, genauer gesagt von der &#8222;Wieder&#8220;-Aufahme diplomatischer Beziehungen Anfang 1992. 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