{"id":3100,"date":"2020-05-09T13:22:37","date_gmt":"2020-05-09T11:22:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=3100"},"modified":"2020-05-09T13:22:37","modified_gmt":"2020-05-09T11:22:37","slug":"georgien-im-tunnel-blick","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=3100","title":{"rendered":"Georgien im Tunnel-Blick"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"813\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-1024x813.jpg\" alt=\"\" data-id=\"3101\" data-link=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=3101\" class=\"wp-image-3101\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-1024x813.jpg 1024w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-150x119.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-300x238.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-768x610.jpg 768w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1331-1-378x300.jpg 378w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-1024x575.jpg\" alt=\"\" data-id=\"3102\" data-link=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=3102\" class=\"wp-image-3102\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-150x84.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_filmdoku_IMG_1334-1-500x281.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"586\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-1024x586.jpg\" alt=\"\" data-id=\"3103\" data-link=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=3103\" class=\"wp-image-3103\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-1024x586.jpg 1024w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-150x86.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-300x172.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-768x440.jpg 768w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6817-1-500x286.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"714\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-1024x714.jpg\" alt=\"\" data-id=\"3105\" data-link=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=3105\" class=\"wp-image-3105\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-1024x714.jpg 1024w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-150x105.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-300x209.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-768x535.jpg 768w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2020_04_Moliti_IMG_6847-1-430x300.jpg 430w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong> Bemerkenswerter Dokumentarfilm aus einem Seitental Georgiens<\/strong><br>Corona sei auch einmal Dank. Denn um einen neuen georgischen Dokumentarfilm anzuschauen, muss man nicht extra zur Premiere beim Festival DOK.fest nach M\u00fcnchen fahren, das eigentlich vom 6. bis 27. Mai stattfinden sollte, jetzt aber nur online angeboten wird. Es handelt sich um den 90-min\u00fctigen Dokumentarfilm \u201eA TUNNEL\u201c der georgischen Regisseure Nino Orjonikidse und Vano Arsenishvili. Die Originalfassung ist georgisch, kein Text, nur Originalt\u00f6ne mit englischen Untertiteln. Um es vorwegzunehmen: Man braucht als Zuschauer schon viel Geduld, die teilweise endlos langen, sich immer wiederholenden, aber meist traumhaft sch\u00f6n gedrehten und dann auch interessant montierten Beobachtungen anzuschauen. Aber die Geduld wird am Ende belohnt. Belohnt mit einem wirklich unverf\u00e4lschten Einblick in die Lebenswirklichkeit vieler Georgier, die abseits der gro\u00dfen Metropolen leben. Und in die Folgen eines von den Regierenden immer wieder hochgelobten internationalen Infrastruktur-Projekts in Georgien, der Erneuerung der Eisenbahnlinie von Chaschuri durch das Charagauli-Tal nach Sestaphoni, einer der logistischen Flaschenh\u00e4lse im weltweiten Projekt \u201eOne Road \u2013 One Belt\u201c, das von der chinesischen Regierung gesponsert und damit im Hintergrund auch gesteuert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Um auch das vorwegzunehmen: Kaum\njemand, der Georgien bereist, ob Ausl\u00e4nder oder Georgier, macht sich die M\u00fche,\nauf der Ost-West-Achse den Rikoti-Pass zu umgehen und \u00fcber die Strecke Surami \u2013\nCharagauli nach Sestaphoni zu gelangen, ein mehr als nur m\u00fchsames Unterfangen.\nNicht nur wegen der Dauerbaustelle Eisenbahn, auch wegen der Topographie und\nder teilweise mehr als nur d\u00fcrftigen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse. Rund zwei bis drei\nStunden zus\u00e4tzlicher Fahrzeit muss man schon einkalkulieren und dann hat man\nheutzutage rechts und links der Piste nicht viel mehr gesehen als Tunnel-L\u00f6cher\nund eine aufgew\u00fchlte Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgew\u00fchlt sind auch die Menschen, die\ndort wohnen. In der Ank\u00fcndigung dieses Filmes hei\u00dft es: \u201eDie georgischen\nDorfbewohner sind verunsichert: Keiner wei\u00df, ob es vielleicht das eigene Haus\nist, das der neuen chinesischen Seidenstra\u00dfe weichen muss. Die neue Bahnstrecke\nweckt Hoffnungen auf Wachstum. Doch die Bedingungen auf der Baustelle sind\nmiserabel, die Sprengungen f\u00fcr den Tunnel durch den Berg lassen H\u00e4nge und\nFelder abrutschen. In ruhigen Einstellungen und klar komponierten Bildern\nbeobachtet A TUNNEL die Konfrontation von globalem Megaprojekt mit dem\nStillstand in der Bergbev\u00f6lkerung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mittelpunkt der Reportage ist der Bahnhof des kleinen Dorfes Moliti, vor Jahren noch eine Bahnstation, die den Duft der Sowjetzeit verstr\u00f6mte und deshalb eigentlich verdient gehabt h\u00e4tte, unter Denkmalschutz gestellt zu werden. Mittlerweile rauschen hier aber neben den neuen Personenz\u00fcgen der Strecke Tiflis-Batumi t\u00e4glich mehrere nahezu endlose Zugpaare mit \u00d6l-Tankwagen durch. Sie bringen Roh\u00f6l aus Baku nach Poti, die Trasse ist mehr als ausgelastet. Wenn irgendwann einmal noch der Zusatzverkehr zum geplanten Tiefseehafen Anaklia dazu kommt, muss die Leistungsf\u00e4higkeit der Strecke zweifellos angepasst werden. Dass dies vor allem auf Kosten der dortigen Bev\u00f6lkerung geht, die von der geplanten Transport-Achse China-Europa nun kaum einen Vorteil haben wird, das ist die Botschaft des Films. Und das heute schon, da sie unter Bedingungen zu arbeiten hat, die einfach nicht zumutbar sind. Was mit ihren Grundst\u00fccken, H\u00e4usern und Feldern geschieht, mit ihren Dorfgemeinschaften, l\u00e4sst sich nur erahnen. Die Dokumentation erlaubt dem Betrachter einen unverstellten Einblick in die Situation und vor allem erlaubt sie ihm, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie zeigt die unmenschlichen Unterk\u00fcnfte der chinesischen Fremdarbeiter ebenso wie die Streiks der Georgier, verbunden mit teilweise handfesten Streitereien mit Chinesen. Sie zeigt auch die mehr als nur bem\u00fchten Versuche der georgischen Regierungsvertreter oder lokaler Autorit\u00e4ten, die aufgebrachte Bev\u00f6lkerung vom Sinn dieses Mammut-Projektes zu \u00fcberzeugen. Und ganz nebenbei zeigt sie Menschen in der georgischen Provinz und ihren Alltag v\u00f6llig unverf\u00e4lscht. Dabei muss man sich nur wundern, wie es die Dokumentarfilmer immer wieder geschafft haben, mitten im Geschehen zu sein und es filmisch zu dokumentieren. <\/p>\n\n\n\n<p>A TUNNEL \u2013 eine bemerkenswerte dokumentarische Arbeit, der man nur eines w\u00fcnschen kann: eine weltweite Verbreitung. Ie Dokumentation ist \u00fcbrigens bereits f\u00fcr mehrere Filmpreise nominiert. Sie wird f\u00fcr den Ticketpreis von 4,50 Euro angeboten auf: www.dokfest-muenchen.de.<\/p>\n\n\n\n<p> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0                                                                                  Rainer Kaufmann<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fotos zeigen eine der vielenTunnel-Baustellen im Tal vor einem Jahr und zwei \u00e4ltere Fotos vom Bahnhof Moliti. Die Leitstelle des Durchgangsbahnhofs f\u00fcr Personen- und G\u00fcterz\u00fcge atmete damals noch den Geist der Sowjetzeit. In der Zwischenzeit wurde die Anlage allerdings modernisiert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bemerkenswerter Dokumentarfilm aus einem Seitental GeorgiensCorona sei auch einmal Dank. Denn um einen neuen georgischen Dokumentarfilm anzuschauen, muss man nicht extra zur Premiere beim Festival DOK.fest nach M\u00fcnchen fahren, das eigentlich vom 6. bis 27. 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