{"id":261,"date":"2012-05-06T13:08:58","date_gmt":"2012-05-06T11:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erkanet.de\/KaromediaWP\/?p=261"},"modified":"2012-05-09T15:36:10","modified_gmt":"2012-05-09T13:36:10","slug":"rainwurf-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=261","title":{"rendered":"RAINwurf (1)"},"content":{"rendered":"<p>Zugegeben, es war schon etwas ehrgeizig, das Vorhaben, in den ersten zwei Januarwochen in Tiflis eine Firma gr\u00fcnden und registrieren zu wollen. Denn langj\u00e4hrige Erfahrung h\u00e4tte lehren sollen: In den ersten zwei Wochen des Jahres geht nichts in Georgien. Motiviert von all den Versprechungen, es sei wirklich kein Problem mehr, eine Firma zu gr\u00fcnden, haben wir es trotzdem versucht und das mit gleich zwei Firmen. Um das (gute) Ende vorwegzunehmen: Es hat sogar geklappt. Allerdings mit mehreren Anl\u00e4ufen, tagelangen Verhandlungen und mehrfachem Hin- und Herlaufen zwischen Register und Notar.<\/p>\n<p>Zuerst einmal stellte die Sachbearbeiterin im Register, die die Anmeldung der Firmen entgegennahm, fest, dass im Gesellschaftervertrag keine e-mail-Adresse angegeben war. Das sei neuerdings Gesetz. Diese Gesetzes\u00e4nderung auch rechtzeitig dem Notariat mitzuteilen, hatte man scheinend vergessen. Unser Notariat jedenfalls hat uns beim Verfassen des Vertrags nicht darauf hingewiesen. Gro\u00dfz\u00fcgigerweise hat man aber beim Register eine Stelle eingerichtet, bei der man diesen e-mail-Eintrag in den Gesellschaftsvertrag schnell und unb\u00fcrokratisch erledigen k\u00f6nne, wenn der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eine beglaubigte Passkopie vorweisen k\u00f6nne. Dem war so. Und beide Firmen bekamen noch vor ihrer Gr\u00fcndung eine e-mail-adresse. \u201eIn einem Tag k\u00f6nnen Sie im Internet nachlesen, ob die Eintragung vorgenommen wurde.\u201c<\/p>\n<p>Es w\u00e4r zu sch\u00f6n gewesen. Beide Firmen wurden nicht eingetragen. Der unb\u00fcrokratische email-Nachtrag wurde n\u00e4mlich von demselben Register nicht akzeptiert, das in ausgefertigt hatte. Alles zur\u00fcck zum Notar, der aber erst einmal wegen einer dringenden famili\u00e4ren Verpflichtung nicht einsatzf\u00e4hig war. Die \u00dcbersetzerin zu bitten, die Vertragserg\u00e4nzung schon einmal vorzunehmen, war \u00fcberfl\u00fcssig. Ohne k\u00f6rperliche Anwesenheit des Notars ging gar nichts. Warten wie \u00fcblich. Irgendwann wird das neue Vertragswerk in zwei Sprachen schon fertig sein. Ab zum Register, erneut anmelden. \u201eIn einem Tag k\u00f6nnen Sie im Internet\u2026..\u201c<\/p>\n<p>Das Ergebnis der Internet-Recherche: Eine Firma wurde eingetragen, die andere nicht. Der Grund: In einer \u2013 zugegeben \u2013 schon etwas \u00e4lteren \u00dcbersetzung des Passes eines der Gesellschafter wurde dessen Namensendung, die in deutsch aus zwei n besteht, also \u201e\u2026mann\u201c, nur mit einem n geschrieben und \u00fcberdies noch mit dem in Georgien \u00fcblichen Suffix i versehen. Also ein \u201e\u2026.mani\u201c in der \u00a0georgischen Pass-Beglaubigung, der als \u201e\u2026mann\u201c in der georgischen Vertrags\u00fcbersetzung auftauchte. \u00dcbersetzungsfehler im Notariat, der niemandem, auch uns Firmengr\u00fcndern, aufgefallen war. Egal, auch diese Firma war nach paar Tagen erfolgreich gegr\u00fcndet mit notariell beglaubigter e-mail-Adresse.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei: W\u00e4hrend dieses H\u00fcrdenlaufs durch die Instanzen wurde im B\u00fcro dieser Firmen i. G. (in Gr\u00fcndung) f\u00fcr einen Tag der Strom abgestellt. Der Grund: Bei der \u00dcberweisung der kombinierten Strom-M\u00fcll-Rechnung durch die Vermieterin kam es, warum auch immer, zu einem Buchungsfehler. Auf dem Stromkonto war ein Guthaben von 35 Lari, auf dem M\u00fcllkonto ein Minus von 35 Lari. Grund genug, den Strom erst einmal abzustellen\u2026\u2026.<\/p>\n<p>Wenn Sie \u00e4hnliche Geschichten haben, schreiben Sie uns. Wir ver\u00f6ffentlichen sie gerne. Damit auch andere etwas davon haben. Dass die Erstausgabe der neuen KP allerdings nicht ganz p\u00fcnktlich zum 1. Februar erschien, steht auf einem ganz anderen Blatt\u2026\u2026.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben, es war schon etwas ehrgeizig, das Vorhaben, in den ersten zwei Januarwochen in Tiflis eine Firma gr\u00fcnden und registrieren zu wollen. Denn langj\u00e4hrige Erfahrung h\u00e4tte lehren sollen: In den ersten zwei Wochen des Jahres geht nichts in Georgien. 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