{"id":2555,"date":"2017-10-30T11:50:06","date_gmt":"2017-10-30T10:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2555"},"modified":"2017-10-30T11:50:06","modified_gmt":"2017-10-30T10:50:06","slug":"reinhold-messner-und-das-messner-mountain-museum-in-mestia","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2555","title":{"rendered":"Reinhold Messner und das Messner Mountain Museum in Mestia"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDen Berg kulturell unterf\u00fcttern\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Ansage von Reinhold Messner beim KaPost-Besuch in S\u00fcdtirol im August war klar: \u201eIch habe ein Museum in Mestia versprochen. Ich komme mit einem Architekten. Wenn die Regierung den akzeptiert und das Konzept, das ich vorschlage, dann geht es flott.\u201c Bekommt also Mestia, der Tourismusmagnet in Swanetien, schon bald das siebte Messner Mountain Museum, das erste au\u00dferhalb Italiens? Die anderen sechs sind in S\u00fcdtirol, sie sollen, so der Museumsgr\u00fcnder, die Geschichte der Beziehungen zwischen Mensch und Berg vermitteln und dar\u00fcberhinaus Messner pers\u00f6nliches Erbe, all seine Erlebnisse, Erfahrungen, \u00c4ngste und Triumphe weitergeben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=2540\" rel=\"attachment wp-att-2540\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2540\" title=\"2017_08_messner_web_IMG_7200\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7200.jpg\" alt=\"\" width=\"757\" height=\"425\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7200.jpg 757w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7200-150x84.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7200-300x168.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7200-500x280.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 757px) 100vw, 757px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In Mestia will Messner \u201eden Kaukasus erz\u00e4hlen\u201c, den er auf Einladung der georgischen Regierung im Sommer anscheinend erstmals besuchte. Jedenfalls schw\u00e4rmte er in einem TV-Clip unter anderem vom Uschba, den er vorher noch nie gesehen hatte und den er jetzt seinem fr\u00fcheren Lieblingsberg Matterhorn vorzieht. Messner will mit dem Museum in Mestia \u201eden Berg kulturell unterf\u00fcttern\u201c und so den Tourismus \u201eentschleunigen\u201c. Die Zeiten, \u201ewo man den G\u00e4sten ein Abendessen angeboten hat, ein gutes Glas Wein und ein Hotelbett, sind vorbei\u201c. Einen Platz f\u00fcr das Museum hat er bereits ausgesucht, den Gipfel des Hatsvaldi, des Hausberges von Mestia, im Sommer wie im Winter gut zu erreichen mit Liftanlagen \u00f6sterreichischer Bauart. Noch im Herbst will er der Regierung seinen Architekten samt Museumskonzept vorstellen, erkl\u00e4rte er uns im August. \u201eDann kanns losgehen\u201c, sofern die georgische Regierung einverstanden ist, das Geld aufbringt und die Leute, die das Konzept inhaltlich ausf\u00fcllen und das Museum f\u00fchren. Denn Messner liefert nur das Grundkonzept. \u201eIch f\u00fchre es nicht, ich helfe nur, es zu machen. M\u00f6glicherweise drehe ich parallell einen Film \u00fcber den Uschba.\u201c Das ethnografische Museum in Mestia allerdings hat er bei seinem Hubschrauber-Kurztripp nach Swanetien nicht besuchen k\u00f6nnen. Dazu fehlte die Zeit. Von wegen Entschleunigung. In der wirklich sehenswerten Dependance des georgischen Nationalmuseums wird viel von Swanetien, seinen Menschen, Bergen und seiner Geschichte erz\u00e4hlt. Und das in einem Museums-Ambiente von internationalem Rang.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=2541\" rel=\"attachment wp-att-2541\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2541\" title=\"2017_08_messner_web_IMG_7204\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7204.jpg\" alt=\"\" width=\"344\" height=\"709\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7204.jpg 344w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/2017_08_messner_web_IMG_7204-145x300.jpg 145w\" sizes=\"(max-width: 344px) 100vw, 344px\" \/><\/a><\/strong><br \/>\nEine Nachfrage bei der Pressestelle des Premierministers nach dem Museumsprojekt der S\u00fcdtiroler Bergikone l\u00e4sst allerdings erhebliche Zweifel an der Seriosit\u00e4t des Planes aufkommen. Man sagte uns, wir sollten das direkt mit Reinhold Messner besprechen. Man wisse doch in der Regierungszentrale nicht, ob dieser in Mestia ein Mountain Museum er\u00f6ffnen wolle. Und eine Anfrage an das Nationalmuseum zum dem Projekt wurde gleich gar nicht beantwortet. Allzu euphorisch scheint man dort der Messner`schen Ank\u00fcndigung nicht gegen\u00fcber zu stehen.<\/p>\n<p>Irgendwie erinnert das ganze Projekt an die Trump-T\u00fcrme in Batumi. Auch Donald Trump, wie k\u00fcrzlich erst zu erfahren war, hatte 2012 nie die Absicht, zu investieren oder die beiden Appartement-T\u00fcrme gar zu vermarkten. Er hatte damals nur sich vermarktet, seinen guten Namen hergegeben und daf\u00fcr, wie man damals schon munkelte, eine stolze Lizenz-Geb\u00fchr kassiert. Im Gegenzug durfte der georgische Pr\u00e4sident Saakaschwili mit dem Trump-Zitat Werbung betreiben: \u201eIn f\u00fcnf Jahren ist Batumi die beste Stadt der Welt.\u201c Geh\u00f6rt der Messner-Plan f\u00fcr Mestia in dieselbe Kategorie, nur etwas preiswerter? Der Verdacht liegt nahe. Messner im August auf Schloss Sigmundskron bei Bozen: \u201eWenn die Regierung sagt, das gef\u00e4llt uns nicht, dann verabschiede ich mich.\u201c Die georgische Regierung ist jetzt wohl am Zug und sollte sich deutlich erkl\u00e4ren, ob sie das Museum stemmen will, um mit dem Namen Messner weiter Tourismus-Werbung machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDen Berg kulturell unterf\u00fcttern\u201c Die Ansage von Reinhold Messner beim KaPost-Besuch in S\u00fcdtirol im August war klar: \u201eIch habe ein Museum in Mestia versprochen. Ich komme mit einem Architekten. 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