{"id":2229,"date":"2017-01-22T15:44:03","date_gmt":"2017-01-22T14:44:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2229"},"modified":"2017-01-24T18:17:50","modified_gmt":"2017-01-24T17:17:50","slug":"neugeburt-vor-dem-kapitol-in-washington","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2229","title":{"rendered":"Neugeburt vor dem Kapitol in Washington"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong><br \/>\nDies ist der etwas modifizierte Vorabdruck eines Artikels der KaPost, die am Dienstag, 24.1. erscheint. In der Januar-Ausgabe ver\u00f6ffentlichen wir einen Hintergrundbericht \u00fcber die Merkw\u00fcrdigkeiten, die zum Zerfall der gr\u00f6\u00dften georgischen Oppositionspartei, der UNM gef\u00fchrt haben. Der Artikel ist ebenfalls online: Da waren`s nur noch sechs.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Aktuelle Erg\u00e4nzung zu dem Artikel <\/strong>(24.1.):<br \/>\nWano Merabischwili hat mittlerweile auf das Amt des UNM-Generalsekret\u00e4rs verzichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Saakaschwili und der Parteitag der UNM im Sportpalast von Tiflis<\/strong><\/p>\n<p>Das Bild sollte anscheinend Symbolcharakter haben: Vor der Kulisse des Washingtoner Kapitols sprach Mikheil Saakaschwili per Live-Schaltung zu den 7.000 Delegierten des Kongresses seiner Partei. Und das am 20. Januar, dem Tag der Inauguration Donald Trumps. Der Ex-Pr\u00e4sident Georgiens, der Ex-Gouverneur von Odessa also noch immer im Dunstkreis des angeblich m\u00e4chtigsten Mannes der Welt. Wo denn sonst?<\/p>\n<p>Zuvor hatten in Tiflis die neuen F\u00fchrer der Partei gesprochen, Leute, die selbst in Georgien kaum jemand kennen muss. Oder Leute, die in den vergangenen Jahren kaum noch eine Rolle spielten im politischen Gesch\u00e4ft. Gia Baramidze etwa, Grigol Vashadze, Roman Gotsiridze ode Nika Melia, der den Kongress gar zur Geburtsstunde einer neuen UNM erkl\u00e4rte. Das einzig wirklich bekannte Gesicht: Sandra Roloeffs, die Frau Saakaschwilis, die im Oktober noch f\u00fcrs Parlament kandidiert hatte, dann aber ihr Mandat zur\u00fcck gab, weil Mischa das aus dem Exil so angeordnet hatte. Jetzt musste sie anscheinend wieder aufs Podium, um zu erkl\u00e4ren, ihr Mann habe so viel Power, dass sich einige sogar vor seinem Schatten f\u00fcrchteten. Personenkult statt politischer Inhalte. Das Programm der UNM, das in allen Reden des jetzt noch vorhandenen F\u00fchrungs\u00fcpersonals durchklang: Saakaschwili statt Iwanischwili &#8211; und alles wird gut.<\/p>\n<p>Die konkreten Ergebnisse des Kongresses: Ein neuer politischer Rat wurde gew\u00e4hlt, 60 Mitglieder der Partei, samt Vorsitzendem und Stellvertreter. Der seit Jahren vakante Parteivorsitz aber wird nicht besetzt, bis Saakaschwili wieder nach Georgien zur\u00fcckkehren kann. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit dem Posten des Generalsekret\u00e4rs, den nach wie vor Wano Merabischwili inne h\u00e4lt, der rechtskr\u00e4ftig verurteilt im Gef\u00e4ngnis sitzt und f\u00fcr die UNM als politischer Gefangener gilt. Wano hat daraufhin allerdings erkl\u00e4rt, dass er keineswegs seine Zustimmung gegeben habe, auf dem Kongress als Generalsekret\u00e4r gew\u00e4hlt zu werden. Dabei gab es ja bewusst keine Neuwahl. Auch Merabischwili gilt unter Insidern mittlerweile als einer der Kritiker Saakaschwilis. Ob er bei der Fahne der Rest-UNM bleiben wird, ist noch nicht abzusehen.<br \/>\nZur\u00fcck zur mehr als 20-min\u00fctigen Rede des gro\u00dfen Vorsitzenden, die kaum mehr enthielt als Abrechnung mit den Partei-Dissidenten und die \u00fcblichen Vorw\u00fcrfe an den Oligarchen Iwanischwili, dem man nur die \u00fcberw\u00e4ltigenden Ideale der UNM-Volksbewegung entgegensetzen m\u00fcsse, um ihn abzul\u00f6sen. Die Stimmung in der Halle war allerdings durchaus verhalten, weit entfernt von den st\u00fcrmischen Mischa-Mischa-Rufen der fr\u00fcheren Jahre. Sportpalast kommt eigentlich anders daher. Und als dann Mischas Rede abrupt endete, anscheinend weil die \u00dcbertragungszeit abgelaufen war, da bekam dann der Kongress der UNM einen ganz neuen Symbolcharakter, w\u00e4hrend Mischa sich wohl auf den Weg zur Vereidigung des neuen amerikanischen Pr\u00e4sidenten machte.<\/p>\n<p>Ukrainische Medien allerdings bezweifeln, ob Saakaschwili \u00fcberhaupt zur Inauguration Donald Trumps zugelassen war. Mischa selbst erkl\u00e4rte dies auf seiner Facebook-Seite . Er habe ukraninischen Medien angeboten, ihn und sein Team bei der Inauguration zu filmen oder fotografieren. Das h\u00e4tten diese aber abgelehnt.<\/p>\n<p>So gibt es derzeit anscheinend keinen Beweis daf\u00fcr, dass Saakaschwili tats\u00e4chlich auf der Inauguration von Trump war, obwohl er dies behauptet. Die KaPost wird diese offene Frage sofort beantworten, sollte sie in den Besitz eines Fotos oder einer entsprechenden Zeugenaussage kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung der Redaktion: Dies ist der etwas modifizierte Vorabdruck eines Artikels der KaPost, die am Dienstag, 24.1. erscheint. In der Januar-Ausgabe ver\u00f6ffentlichen wir einen Hintergrundbericht \u00fcber die Merkw\u00fcrdigkeiten, die zum Zerfall der gr\u00f6\u00dften georgischen Oppositionspartei, der UNM gef\u00fchrt haben. 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