{"id":2188,"date":"2016-11-10T14:42:44","date_gmt":"2016-11-10T13:42:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2188"},"modified":"2016-12-17T10:37:07","modified_gmt":"2016-12-17T09:37:07","slug":"mischa-donald-und-ein-turmbau-zu-batumi","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2188","title":{"rendered":"Mischa, Donald und ein Turmbau zu Batumi"},"content":{"rendered":"<p>Aktuelle Erg\u00e4nzung vom 17.12. zu einer Informations-Comedy der besonderen Art: Die Konzern-Holding des k\u00fcnftigen amerikanischen Pr\u00e4sidenten Donald Trump will den Lizenzvertrag zum Bau der Trump-Towers in Batumi jetzt offensichtlich k\u00fcndigen, weil die georgischen Lizenznehmer ihre Verpflichtungen, vermutlich die, den Bau zu realisieren, nicht erf\u00fcllt h\u00e4tten. Dies meldete soeben die georgische Nachrichten-Agentur <em>ipn.ge<\/em>. Auf derselben Seite steht allerdings noch immer ein Interview vom 16.11. mit dem georgischen Investor, in dem dieser erkl\u00e4rte,\u00a0 der Bau des Trump-Towers st\u00fcnde noch immer auf seiner Agenda.<\/p>\n<p>Nachfolgend unser Artikel mit zus\u00e4tzlichen Hintergrund-Informationen vom 10.11., auf dessen letzten Satz wir noch immer keine Antwort haben: Wieviel Lizenz-Geb\u00fchren hat die Trump Holding im April 2012 f\u00fcr den Wahlkampf-Auftritt Donald Trumps bei Mikheil Saakaschwili kassiert? Und wer hat diese Summe f\u00fcr einen georgisch-amerikanischen Traum, der jetzt endlich geplatzt zu sein scheint, bezahlt? Der Investor? Saakaschwili? Der georgische Steuerzahler?<\/p>\n<p><strong>Mischa, Donald und ein Turmbau zu Batumi<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal ist Satire sogar der Zeit voraus. Gestern (9.11.) ging der auf dieser Seite heute ver\u00f6ffentlichte <strong><em>KaPost-RAINwurf<\/em><\/strong> \u00fcber das neue Dream-Team Mischa-Donald in den Druck. Und heute Mittag um 13.06 betitelte die georgische Nachrichtenagentur <em>ipn.ge<\/em> eine aktuelle Meldung unter Bezugnahme auf die Facebok-Seite von Mikheil Saakaschwili so:<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Donald Trump promised to call me when he becomes the president &#8211; Mikheil Saakashvili<\/strong><\/p>\n<p>Saakaschwili erkl\u00e4rte demnach auf seiner Facebokseite, er habe Donald Trump seit mehr als 20 Jahren gekannt und seinen Sieg schon vor einigen Wochen prognostiziert. Saakaschwili erinnert sich, als er nach seiner Pr\u00e4sidentschaft in New York ankam &#8211; das muss Ende 2013 gewesen sein &#8211; , habe Trump ihn angerufen und zu sich eingeladen. Trump habe dann erkl\u00e4rt, dass andere Pr\u00e4sidenten jetzt nicht mehr bei Saakaschwili anrufen w\u00fcrden, da er ja nicht l\u00e4nger Pr\u00e4sident sei. Und dann folgt ein w\u00f6rtliches Zitat Trump: \u201eSiehst Du, Du bist nicht mehr Pr\u00e4sident, aber ich bin noch ein Freund, der Dich einl\u00e4dt. Und ich werde Dich anrufen, wenn ich einmal Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten bin.\u201c Wie gesagt, die Amtszeit Saakaschwilis endete im November 2013.<\/p>\n<p>Der Facebook-Eintrag Saakaschwilis ist aber aus einem ganz anderen Grund mehr als nur interessant. Saakaschwili bescheinigt darin dem amerikanischen Baul\u00f6wen, in Batumi ein gro\u00dfes Investment begonnen zu haben, das die Nachfolge-Regierung des Georgischen Traums aber gestoppt habe mit der Begr\u00fcndung: Trump sei ein Schwindler und seine Aktivit\u00e4ten seien nur Bluff. Saakaschwili heute dazu: \u201eWir h\u00e4tten das einzige Land sein k\u00f6nnen, in dem es ein direktes Investment des kommenden Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten g\u00e4be\u201c, h\u00e4tte die Iwanischwili-Regierung das Vorhaben nicht gestoppt.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Bauvorhaben von Trump in Batumi hat allerdings einen etwas anderen Verlauf genommen, wie die Nachrichtenagentur <em>agenda.ge<\/em> gestern schon ausf\u00fchrlich darlegte. Im April 2012 war Trump wirklich in Batumi, um zusammen mit dem georgischen Pr\u00e4sidenten das Projekt <em>Trump-Tower<\/em> vorzustellen. Die Agentur schreibt (w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt): \u201eTrump besuchte Georgien, um sein weltweites Imperium an Immobilien zu erweitern, in dem er seinen Namen f\u00fcr zwei Luxus-T\u00fcrme in Batumi und Tiflis verlieh.\u201c Kein Wort vom eigenen Investment des amerikanischen Immbilien-Tycoons. Investor des Projektes war die georgische Silk-Road-Gruppe, die, so <em>agenda.ge<\/em>, von Trump lediglich die Lizenz kaufte, dessen Namen verwenden zu d\u00fcrfen. Der damalige Vize-Pr\u00e4sident des Trump-Imperiums erkl\u00e4rte den Deal so: \u201eDa Georgien ein Mitspieler in der Global-Wirtschaft wird, ist es f\u00fcr das Land extrem wichtig, dass eine Marke wie Trump nach Georgien kommt, um der Welt zu zeigen, dass westliche Entwicklung auf dem georgischen Markt auftritt.\u201c Auch da, von eigenem Investment der Trump-Gruppe keine Rede.<\/p>\n<p>Bekannt war damals auch nur, dass die Silk Road Gruppe 250 Millionen Dollar in Batumi investieren wollte. Oder war da eher <em>sollte<\/em> gemeint, sollte im Auftrag des Staatspr\u00e4sidenten? \u00c4hnliche Auftrags-Investitionen mussten damals von vielen Firmen im ganzen Land vorgenommen werden. Die Ruinen sind mancherorts heute noch zu besichtigen.<\/p>\n<p>Baubeginn sollte im Jahr 2013 sein, lange Zeit warben gro\u00dfe Bauschilder f\u00fcr das Super-Tower-Projekt Saakaschwili-Trump. Baubeginn war nie, die Schilder sind schon lange verschwunden. An der Stelle wurde mittlerweile ein anderer Turm hochgezogen. Ein Sprecher der Silk-Road-Gruppe erk\u00e4rte jetzt gegen\u00fcber <em>agenda.ge<\/em>, das Projekt sei bis jetzt noch nicht gestoppt worden, obwohl man nie mit dem Bau begonnen hat. Die Begr\u00fcndung: \u201cDas ist ein kommerzielles Projekt und das hei\u00dft, dass wir vor seiner Verwirklichung sicher sein m\u00fcssen, damit Geld zu verdienen.\u201c Man sei in dieser Frage bis heute in direktem Kontakt mit der Trump Corporation in Amerika. Der Hintergrund, von Silk Road kommuniziert: Man habe die Kunden f\u00fcr die Luxus-Eigentumswohnungen haupts\u00e4chlich in Russland, Armenien, Aserbaidschan und der Uraine gesehen. Da die wirtschaftliche Lage in diesen L\u00e4ndern allerdings unstabil geworden sei, habe man den Bau des Trump-Towers in Batumi erst einmal verschoben.<\/p>\n<p>Geblieben sind vom Besuch des Turm-Namensgebers Donald Trump in Batumi des Jahres 2012 immerhin zwei Zitate, an die sich der demn\u00e4chst m\u00e4chtigste Mann der Welt sicher erinnern wird:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Land Georgien ist ein kleines Wunder. Es ist wirklich einer der tollsten Pl\u00e4tze in der<\/em> <em>Welt.&#8220;<\/em><br \/>\nUnd:<br \/>\n<em>\u201eIn f\u00fcnf Jahren ist Batumi eine der besten St\u00e4dte der Welt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Was bis heute fehlt, ist nur eine Information: Wieviel hat der Lizenzgeber Donald Trump damals f\u00fcr seinen Wahlkampf-PR-Auftritt mit und f\u00fcr Saakaschwili kassiert?<\/p>\n<p>Die Originalmeldungen auf:<br \/>\nwww.ipn.ge<br \/>\nwww.agenda.ge<\/p>\n<p>Rainer Kaufmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelle Erg\u00e4nzung vom 17.12. zu einer Informations-Comedy der besonderen Art: Die Konzern-Holding des k\u00fcnftigen amerikanischen Pr\u00e4sidenten Donald Trump will den Lizenzvertrag zum Bau der Trump-Towers in Batumi jetzt offensichtlich k\u00fcndigen, weil die georgischen Lizenznehmer ihre Verpflichtungen, vermutlich die, den Bau &hellip; <a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2188\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[1],"tags":[170,229,467],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2188"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2188"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2190,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2188\/revisions\/2190"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}