{"id":2180,"date":"2016-11-10T08:40:44","date_gmt":"2016-11-10T07:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2180"},"modified":"2016-11-10T08:40:44","modified_gmt":"2016-11-10T07:40:44","slug":"rainwurf-mischa-und-donald-das-dream-team-mit-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2180","title":{"rendered":"RAINwurf: Mischa und Donald &#8211; das Dream-Team mit Zukunft?"},"content":{"rendered":"<p>Vor etwas mehr als einem Monat noch hatte Mischa per Video-Botschaft seine baldige R\u00fcckkehr nach Georgien angek\u00fcndigt. Dies f\u00fcr den Fall des von ihm ganz sicher vorhergesagten \u00fcberw\u00e4ltigenden Wahlsieges seiner Partei, der UNM \u00fcber die Finsternis der Iwanischwili-Herrschaft. F\u00fcr diesen Wahlsieg hatte er sich als hochrangiger ukrainischer Staatsbeamter immer wieder per Video-Botschaften direkt in seiner ehemaligen Heimat eingemischt, ohne von seinen Vorgesetzten jemals zur\u00fcckgepfiffen worden zu sein. F\u00fcr diesen Wahlsieg hatte er eigens seine Frau Sandra, die nach wie vor in Tiflis wohnt und die Stellung in der letzten Immobilie h\u00e4lt, die nicht gepf\u00e4ndet wurde, ins politische Rennen geschickt. Wenige Tage danach, das Wahlergebnis war eher deprimierend, klang es schon ganz anders. Er habe sich keinen Moment vorstellen k\u00f6nnen, seine Aufgabe in der neuen Heimat aufzugeben. Er wollte nach Tiflis eigentlich nur der Siegesfeier wegen. Und, im Gegensatz zur Mehrheit der UNM-Granden, lies er seine Frau beim zweiten Wahlgang um das Direktmandat in Mingrelien erst gar nicht mehr antreten. Sie musste sogar auf das Parlamentsmandat verzichten, das er ihr mit dem zweiten Platz auf der Parteiliste eigentlich abgesichert hatte. Ob er sie mittlerweile schon f\u00fcr besondere politische Aufgaben in der Ukraine eingeplant hat, sprich f\u00fcr Image-Kampagnen? Denn Image-Kampagnen, das kann Sandra.<\/p>\n<p>Dann aber der Paukenschlag: Mischa tritt von seinem Amt als Gouverneur der ukrainischen Provinz Odessa zur\u00fcck. Und das mit heftigen Vorw\u00fcrfen an seinen bisherigen Mentor, Pr\u00e4sident Poroschenko. Und mit der offensichtlichen Ank\u00fcndigung, bei der Gr\u00fcndung einer neuen Partei in der Ukraine eine wichtige Rolle \u00fcbernehmen zu wollen. Eine Antwort auf deutliche Bestrebungen seiner georgischen Parteifreunde, ihn endlich als informellen Parteivorsitzenden loswerden zu wollen? Mischa, der charismatische, ohne Partei, \u00fcber die er seine Visionen \u00f6ffentlich verbreiten k\u00f6nnte? Mischa, ein Mann ohne Gefolgschaft f\u00fcrs etwaige politische Gesch\u00e4ft auf der Stra\u00dfe? Unvorstellbar, f\u00fcr Mischa&#8230;..<\/p>\n<p>Die KaPost hat &#8211; wieder einmal aus streng vertraulichen, aber gew\u00f6hnlich gut unterrichteten Kreisen &#8211; einiges an Hintergr\u00fcnden recherchieren k\u00f6nnen. Demnach ist Mischa mit seinem R\u00fccktritt als Gouverneur von Odessa nur einem bevorstehenden Rausschmiss zuvorgekommen. Der ukrainische Pr\u00e4sident habe nur deshalb nicht in die exterritorialen Wahl-Eskapaden seines Spitzenbeamten eingegriffen, weil er klammheimlich gehofft hatte, so unser Informant, Mischas Partei werde den \u00fcberw\u00e4ltigenden Wahlsieg in Georgien wirklich einfahren, den Haftbefehl gegen ihn au\u00dfer Kraft setzen und ihn in Tiflis wieder in Amt und W\u00fcrden bringen. Das w\u00e4re die eleganteste M\u00f6glichkeit gewesen, den Mann in Odessa los zu werden, der sich l\u00e4ngst als unbelehrbarer St\u00f6renfried entpuppt hatte. Hat leider nicht geklappt mit den Wahlen in Georgien.<\/p>\n<p>Deshalb, so die Insider-Berichte, habe Poroschenko keine andere M\u00f6glichkeit gehabt, als Mischa vor die Wahl zu stellen, selbst zur\u00fcck zu treten oder in K\u00fcrze gefeuert zu werden. Poroschenko habe ihm diese Chance der Gesichtswahrung beschert, sind die beiden doch seit gemeinsamen Studienzeiten in enger Freundschaft miteinander verbunden. Das hei\u00dft jetzt allerdings: Waren in enger Freundschaft verbunden. Denn mit der Freundschaft ist es wohl aus. Und Mischa sieht erneut einer ungewissen Zukunft entgegen. Was, wenn die Hinter- und Nebenm\u00e4nner des Schokoladen-K\u00f6nigs von Kiew eine Partei-Neugr\u00fcndung mit den ihrem Gewerbe zug\u00e4nglichen Methoden verhindern? Hat da nicht schon ein ganz Vorwitziger aus Tifliser Regierungskreisen gemunkelt, man m\u00fcsse jetzt nur abwarten, wann sich der ukrainische Staatsanwalt f\u00fcr Mischa interessiere? Und hat nicht Poroschenko auf Mischas R\u00fccktritts-Drohung vieldeutig geantwortet: Wenn jemand in Georgien eine Wahl verloren habe und dann in die ukrainische Politik einsteige, und zwar in der Opposition, dann werde man darauf schon die richtige Antwort finden. Man sei schlie\u00dflich eine Demokratie. Was immer man unter diesem Begriff zwischen Krim und Donbass verstehen mag.<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n, dass es in der damit eigentlich vorhersehbaren Ausweglosigkeit doch noch einen Hoffnungsschimmer gibt f\u00fcr Mischa. Donald, sein alter Freund Donald Trump. Richtig. Vorsorglich hat Mischa bereits wenige Minuten, nachdem der Sieg des Milliard\u00e4rs fest stand, \u00fcber seine Facebook-Seite gratuliert. Er habe den Sieg dieser starken Pers\u00f6nlichkeit vorausgesehen, triumphierte Mischa. \u201eIch kenne ihn seit 20 Jahren, wir sind Freunde.\u201c Und er attestierte Trump, dieser w\u00fcrde f\u00fcr eine \u201eunvorhersehbare Politik\u201c stehen. Wie er selbst, ist wohl gemeint.<\/p>\n<p>Ob sich da schon ein neues Politik-Tandem abzeichnet? K\u00f6nnte Trump f\u00fcr seinen Kampf gegen die Washingtoner Korruption nicht einen erfahrenen Korruptionsbek\u00e4mpfer wie Mischa brauchen? Ein Dream-Team, das Amerika wieder gro\u00df und stark machen k\u00f6nnte? Mischa, der Mann f\u00fcr alle F\u00e4lle, f\u00fcr alle L\u00e4nder? Dumm nur, dass sich auch in Moskau einer nur wenige Minuten nach Trumps Triumph zu Wort gemeldet hat und die Chancen auf eine bessere amerikanisch-russische Zusammenarbeit beschwor. Jetzt muss der neue amerikanische Pr\u00e4sident wohl eine erste ganz, ganz wichtige Entscheidung treffen: H\u00e4lt er seinem alten Freund Mischa aus Batumi, der Perle des Schwarzen Meers, die Stange oder kuschelt er lieber mit dem m\u00f6glichen neuen Freund im Kreml, der, wie alle wissen, wiederum ein besonderer Spezi von Mischa ist? Wer wollte angesichts solcher Probleme in der Haut Donald Trumps stecken?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwas mehr als einem Monat noch hatte Mischa per Video-Botschaft seine baldige R\u00fcckkehr nach Georgien angek\u00fcndigt. Dies f\u00fcr den Fall des von ihm ganz sicher vorhergesagten \u00fcberw\u00e4ltigenden Wahlsieges seiner Partei, der UNM \u00fcber die Finsternis der Iwanischwili-Herrschaft. 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