{"id":2047,"date":"2016-05-14T06:37:37","date_gmt":"2016-05-14T04:37:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2047"},"modified":"2016-05-14T06:37:37","modified_gmt":"2016-05-14T04:37:37","slug":"lado-tschanturia-duale-ausbildung-muss-kommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=2047","title":{"rendered":"Lado Tschanturia: Duale Ausbildung muss kommen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der georgische Botschafter sprach vor deutschen Unternehmern in Tiflis<\/strong><\/p>\n<p>Die mangelnde Berufsausbildung in seinem Land bezeichnete der georgische Botschafter in Deutschland, Lado Tschanturia, als eines der wesentlichen Hindernisse f\u00fcr eine Ausweitung deutscher Investitionen in Georgien. Tschanturia streifte zwar auf der Jahresversammlung der Deutschen Wirtschaftsvereinigung\/Georgien (DWV) vor zahlreichen Vertretern der deutsch-georgischen Unternehmerszene in Tiflis die gesamte Bandbreite der derzeitigen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Georgien, widmete sich allerdings recht ausf\u00fchrlich seinem Lieblingsprojekt Berufsausbildung. Mit der Deindustrialisierung infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion sei die praktische Berufsausbildung ebenfalls zusammengebrochen, erkl\u00e4rte er den historischen Hintergrund der Situation. Da es in den Folgejahren kaum Arbeitspl\u00e4tze gab, wenig Handwerk, wenig Produktion, habe man auch das Thema Berufsausbildung total vernachl\u00e4ssigt. Tschanturia, das ist in Deutschland bestens bekannt, bem\u00fcht sich, wann immer er kann, dieses Thema anzusprechen, Kontakte zwischen georgischen Regierungsstellen und deutschen, sowie deutschen Handels- und Handwerkskammern herzustellen. Unz\u00e4hlige gegenseitige Besuche habe es gegeben und die Bundesregierung habe mit einigen Spezialisten und Beratern vor Ort in Georgien viel dazu beigetragen, dass der georgische Ministerpr\u00e4sident, Giorgi Kwirikaschwili, vor Kurzem erkl\u00e4rte, das deutsche Duale System sei Vorbild f\u00fcr die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Reform der georgischen Berufsausbildung. Bei dem geplanten Berlin-Besuch des georgischen Regierungschef im Juni diesen Jahres wollten beide Regierungen schlie\u00dflich ein dementsprechendes Memorandum unterzeichnen. Und mit einem knitzen L\u00e4cheln erkl\u00e4rte der Jurist, der das Gl\u00fcck hat, sein Heimatland Georgien in seiner &#8222;zweiten Heimat&#8220; Deutschland vertreten zu d\u00fcrfen, vielleicht solle er selbst die Juristerei aufgeben und sich ganz der Berufsausbildung in Georgien verschreiben. Dabei war es vor allem, der in den ersten Jahren der Schewardnadse-Regierung im Land einen guten Teil deutscher Rechtskultur einf\u00fchrte. Das sollte eigentlich deutschen Investoren eine Motivation sein, sich in Georgien zu engagieren, da man sich im wirtschaftlichen Alltag mit deutschen Unternehmererfahrungen hier durchaus heimisch f\u00fchlen kann.<\/p>\n<p>Tschanturia attestierte dem deutsch-georgischen Handelsvolumen durchaus &#8222;Spielr\u00e4ume nach oben&#8220; und bedauerte, dass der Handel mit Deutschland etwa dem Georgiens mit seinem Nachbarland Armenien entspr\u00e4che. Die deutsche Wirtschaft \u00a0sei in Georgien nicht so stark vertreten wie man das gerne sehen wolle. Ganz im Gegenteil zu seiner Erfahrung im Kulturbetrieb Deutschlands. In fast jeder deutschen Oper singe, spiele oder tanze jemand aus Georgien. &#8222;Wir haben also nicht nur Kriminelle in Deutschland&#8220; &#8211; ein kurzer Seitenhieb auf die aktuelle Diskussion im Zusammenhang mit georgischen Asylanten.<\/p>\n<p>Tschanturia gab auch einen Ausblick auf der gro\u00dfe deutsch-georgische Super-Jahr, das vom Fr\u00fchjahr 2017 bis zum Herbst 2018 geplant ist. Der Anl\u00e4sse gibt es gen\u00fcgend: 2012 er\u00f6ffnete der gerade verstorbene Au\u00dfenminister Hans-Dietrich Genscher die erste europ\u00e4ische Botschaft im gerade unabh\u00e4ngig gewordenen Georgien. Hundert Jahre zuvor habe das Deutsche Reich am 28. Mai 1918 die erste georgische Republik als erstes Land anerkannt, die gerade am 26. Mai 2018 gegr\u00fcndet worden war. Vor 200 Jahren haben schw\u00e4bische Siedler die ersten D\u00f6rfer Georgien gegr\u00fcndet. Und schlie\u00dflich &#8211; deshalb dauert das Jubil\u00e4umsjahr auch fast zwei Jahre &#8211; im Oktober 2018 wird Georgien Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse sein. &#8222;Eine Ehre, aber auch eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr mein Land.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der georgische Botschafter sprach vor deutschen Unternehmern in Tiflis Die mangelnde Berufsausbildung in seinem Land bezeichnete der georgische Botschafter in Deutschland, Lado Tschanturia, als eines der wesentlichen Hindernisse f\u00fcr eine Ausweitung deutscher Investitionen in Georgien. 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