{"id":1704,"date":"2014-05-16T08:34:09","date_gmt":"2014-05-16T06:34:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1704"},"modified":"2014-05-16T08:41:17","modified_gmt":"2014-05-16T06:41:17","slug":"im-georgischen-zementmarkt-tut-sich-was","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1704","title":{"rendered":"Im georgischen Zementmarkt tut sich was"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:PunctuationKerning\/>\n<w:ValidateAgainstSchemas\/>\n<w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n<w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n<w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n<w:Compatibility>\n<w:BreakWrappedTables\/>\n<w:SnapToGridInCell\/>\n<w:WrapTextWithPunct\/>\n<w:UseAsianBreakRules\/>\n<w:DontGrowAutofit\/>\n<\/w:Compatibility>\n<w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n<\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n<![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\"><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1714\" rel=\"attachment wp-att-1714\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1714\" title=\"2014_05_heidelcem_DSC_4439\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/2014_05_heidelcem_DSC_4439.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"294\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/2014_05_heidelcem_DSC_4439.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/2014_05_heidelcem_DSC_4439-150x103.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/2014_05_heidelcem_DSC_4439-300x207.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a>HeidelberCement ist Marktf\u00fchrer in Georgien und einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Zementherstellung ist keine Sache kurzfristiger Investitionen und schneller Gewinnerwartung. Wer Hunderte von Millionen investiert, braucht Rohstoff-Sicherheit f\u00fcr nahezu 100 Jahre, ausreichende Arbeitskr\u00e4fte, Energie und einen entsprechenden Markt. Seit 2006 ist HeidelbergCement in Georgien engagiert, hat insgesamt mehr als 380 Mio Dollar investiert, besch\u00e4ftigt in eigenen Unternehmen 1.250 Menschen und ist mit einem Anteil von fast 70 Prozent eindeutiger Marktf\u00fchrer im Inlandsabsatz in Georgien. In n\u00fcchternen Zahlen ausgedr\u00fcckt: HeidelbergCement produziert derzeit j\u00e4hrlich etwa 1,6 Millionen Tonnen Zement in Georgien, eine halbe Million wird exportiert, \u00fcberwiegend nach Aserbaidschan, der Rest wird im Land ben\u00f6tigt. Einige kleinere Wettbewerber liefern rund 200.000 Tonnen, dieselbe Menge importieren H\u00e4ndler aus der T\u00fcrkei und Armenien.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Das Vertrauen des badischen Weltkonzerns in das Wachstum in Georgien dr\u00fcckt sich auch darin aus, dass HeidelbergCement in zwei Jahren eine neue Produktion in Kaspi mit der Kapazit\u00e4t von einer weiteren Million Tonnen er\u00f6ffnet. Die derzeitige Kapazit\u00e4t liegt bei rund zwei Millionen Tonnen, ist also derzeit zu 80 Prozent ausgelastet. Der Zement geht in gro\u00dfe Infrastrukturprojekte wie Stra\u00dfenbau oder Wasserkraftwerke, aber auch in gewerblichen wie privaten Hausbau.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Eine unternehmerische Erfolgsgeschichte, hinter der noch viel mehr steckt. HeidelbergCement sorgt bei Lieferanten und Transporteuren im Lande f\u00fcr weitere 3.500 Arbeitspl\u00e4tze. Der Kohleabbau von Tkibuli zum Beispiel geht zu fast 100 Prozent an HeidelbergCement, obwohl die einheimische Kohle wegen der geringeren Qualit\u00e4t teurer zu stehen kommt als etwa Importkohle. \u201eAber das k\u00f6nnen wir hier nicht anders machen\u201c, sagt Chefmanager Michael Hampel. \u201eWir stehen auch zu unserer Verantwortung f\u00fcr das Land, in dem wir uns engagieren und &#8211; nat\u00fcrlich- unser Geld verdienen wollen.\u201c In Tkibuli gingen die wenigen Lichter aus, die im ehemaligen Bergwerkrevier der UdSSR noch brennen, w\u00fcrde HeidelbergCement auf die preiswertere Importkohle umstellen. 1.500 Menschen in Tkibuli stehen quasi auf der Lohnliste des Zementherstellers.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Auch der Rohstoff, den man f\u00fcr die Zementm\u00fchlen braucht, wird in Georgien in eigenen Steinbr\u00fcchen und Klinker\u00f6fen erzeugt und nicht importiert, was ohne weiteres m\u00f6glich w\u00e4re. Zement wird aus Kalkgesteinen hergestellt, die bei einer Hitze von 1.400 Grad Celsius getrocknet werden. Das Zwischenprodukt nennt man Klinker. Die Endfertigung in der Zementm\u00fchle stellt also nur den kleinsten Teil der Arbeits- und Wertsch\u00f6pfungskette dar. HeidelbergCement versorgt auch kleinere Zementm\u00fchlen im Lande mit Klinker.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Zementproduktion ist eine staubige Angelegenheit, wie jeder wei\u00df, der vor 40 Jahren etwa regelm\u00e4\u00dfig durch Leimen bei Heidelberg gefahren ist, einer der deutschen Mutterbetriebe des Unternehmens: Zentimeter dicke, hellgraue Feinstaubschichten auf allen Hausd\u00e4chern. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Auch in Georgien hat die Firma diese deutschen Umweltschutznormen \u00fcbernommen und rund zw\u00f6lf Millionen Dollar in eine effektive Luftfilterung investiert. Und die abgebauten Kalksteinbr\u00fcche werden mit einem enormen Aufwand renaturiert, um die fr\u00fcher \u00fcblichen Narben in der Landschaft zu vermeiden. Michael Hampel: \u201eWir stehen auch in Georgien, wie \u00fcberall in der Welt, zu den Umweltstandards, die von uns in Deutschland abverlangt werden.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Jetzt ist aber Bewegung in den Zementmarkt von Georgien gekommen. Eine Investmentgesellschaft aus Zypern, deren Aktion\u00e4re anonym sind, hat angek\u00fcndigt, in Westgeorgien eine Zementm\u00fchle zu bauen, die mit aus Griechenland importiertem Klinker versorgt werden soll. In Griechenland m\u00fcssen gro\u00dfe internationale Konzerne angesichts der dortigen Wirtschaftskrise derzeit eine Zementfabrik nach der anderen schlie\u00dfen, sie suchen nat\u00fcrlich nach Exportm\u00e4rkten f\u00fcr ihre Fertigprodukte oder das Rohprodukt Klinker.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Eine Investition von rund zehn Millionen Dollar ist geplant. Die Zementm\u00fchle mit einer Anfangs-Kapazit\u00e4t von 250.000 Tonnen im Jahr soll bis Ende 2015 betriebsfertig sein. Vorab soll ab Herbst dieses Jahres Fertigzement aus Griechenland importiert werden, um den Markt in Westgeorgien zu erobern, wo man in den n\u00e4chsten Jahren den gr\u00f6\u00dften Investitionsschub im Lande erwartet. Nach Pl\u00e4nen der georgischen Regierung soll zum Beispiel in Anaklia ein gro\u00dfer Umschlagshafen f\u00fcr die Warenstr\u00f6me von Asien nach Europa gebaut werden. Und in Adscharien sind mehrere Wasserkraftwerke geplant.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Im Hafen von Poti soll schon recht bald mit dem Bau eines Klinker-Terminals begonnen werden, was selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr neue Arbeitspl\u00e4tze sorgen wird und dort deshalb auch begr\u00fc\u00dft wird. \u201eWir stellen uns wie \u00fcberall in der Welt jedem Wettbewerb, das ist unser allt\u00e4gliches Gesch\u00e4ft\u201c, erkl\u00e4rt Michael Hampel gelassen. Aber er sagt auch: \u201eWer den Zementmarkt auf importierte Vor- oder Fertigprodukte aufbaut, verlagert Arbeitspl\u00e4tzen ins Ausland, die hier dringend gebraucht werden.\u201c Von den Gewinnen der Wertsch\u00f6pfungskette samt Steuereinnahmen f\u00fcr den Staat ganz zu schweigen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Im derzeitigen Zementmarkt w\u00fcrde die Kapazit\u00e4t von 250.000 Tonnen nur ganze 16 Prozent ausmachen, der griechische Import-Zement ist also kein wirklicher Big Player. Schon gar nicht bei der wachsenden Nachfrage, die in den n\u00e4chsten Jahren zu erwarten ist. Die Frage ist nur, was passiert, wenn die anonymen Investoren aus Zypern mit ihrem Gesch\u00e4ftsmodell erfolgreich sind und in den n\u00e4chsten Jahrzehnten den Anteil des Import-Zements zu steigern gedenken, sofern der Markt es ihnen erlaubt. Eine Frage, der sich die georgische Wirtschaft und Politik heute schon stellen sollten. Denn Zement im eigenen Lande herzustellen, hat ganz andere volkswirtschaftliche Auswirkungen, als Zement zu importieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HeidelberCement ist Marktf\u00fchrer in Georgien und einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber Zementherstellung ist keine Sache kurzfristiger Investitionen und schneller Gewinnerwartung. Wer Hunderte von Millionen investiert, braucht Rohstoff-Sicherheit f\u00fcr nahezu 100 Jahre, ausreichende Arbeitskr\u00e4fte, Energie und einen entsprechenden Markt. Seit 2006 ist &hellip; <a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1704\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[1],"tags":[105,49],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1704"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1704"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1717,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1704\/revisions\/1717"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}