{"id":1681,"date":"2014-04-12T12:37:38","date_gmt":"2014-04-12T10:37:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1681"},"modified":"2014-04-12T12:37:49","modified_gmt":"2014-04-12T10:37:49","slug":"the-shin-beim-eurovision-song-contest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1681","title":{"rendered":"&#8222;The Shin&#8220; beim Eurovision Song Contest"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:PunctuationKerning\/>\n<w:ValidateAgainstSchemas\/>\n<w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n<w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n<w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n<w:Compatibility>\n<w:BreakWrappedTables\/>\n<w:SnapToGridInCell\/>\n<w:WrapTextWithPunct\/>\n<w:UseAsianBreakRules\/>\n<w:DontGrowAutofit\/>\n<\/w:Compatibility>\n<w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n<\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n<![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Stuttgart, Georgien und der Eurovision Song Contest<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1684\" rel=\"attachment wp-att-1684\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1684\" title=\"2014_04_shin\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014_04_shin.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"351\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014_04_shin.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014_04_shin-150x123.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014_04_shin-300x247.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/2014_04_shin-363x300.jpg 363w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a>Wenn am 8. Mai die zweite Vorausscheidung zum diesj\u00e4hrigen Eurovision Song Contest stattfinden, haben Stuttgart und Tiflis etwas gemeinsam: Beide St\u00e4dte k\u00f6nnen drei Musiker f\u00fcr sich reklamieren, die gemeinsam mit einer georgischen S\u00e4ngerin auf der B\u00fchne stehen. Es handelt sich im Zaza Miminoschwili, Zurab Gagnidze und Mamuka Gaganidze, bekannt unter ihrem Bandnamen \u201eThe Shin\u201c. Die drei Musiker wohnen n\u00e4mlich seit 1994 in der schw\u00e4bischen Metropole. Das Wettbewerbslied \u201eThree minutes to Earth\u201c wurde in einem Tonstudio in der schw\u00e4bischen Provinz produziert.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Abgemischt wurde es allerdings in dem weitaus prominenteren Studio \u201eAbbey Road\u201c in London, wo fr\u00fcher keine geringeren als die \u201eBeatles\u201c ihre Welthits produzierten. \u201eWir sind doch Beatles-Generation. Da passt das schon zusammen\u201c sagt Zaza verschmitzt, denn mit seinen 60 Jahren ist er vermutlich einer der \u00e4ltesten Mitstreiter bei diesem Event der Jugend Europas. Zurab z\u00e4hlt 55, fast eine Altherrenriege also, aufgeh\u00fcbscht von der 30 Jahre jungen Tifliser Jazz-S\u00e4ngerin Mariko Ebralidze und dem Percussionisten Mamuka Gaganidze. Zaza spielt Akustikgitarre, Zurab Elektrobass.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Vor 20 Jahren hatten Zaza und Zurab ihren ersten Auftritt in Deutschland. Damals noch mit der Tifliser Jazz-Formation \u201eAdio\u201c, die f\u00fcr einen lupenreinen, nahezu akademischen Jazz \u00fcber die Grenzen Georgiens hinaus bekannt war. In den fr\u00fchen 90-er Jahren, als in Tiflis nahezu nichts ging, waren Adio-Konzerte die einzige Abwechslung vor allem f\u00fcr Ausl\u00e4nder in der Stadt. Adio spielte regelm\u00e4\u00dfig im Keller-Jazzclub des Intourist-Hotels &#8222;Adshara&#8220;, heute Holiday Inn. Der Sohn des damaligen Direktors war ein Jazzfan. Ein Gl\u00fccksfall in diesen Zeiten, in denen in Tiflis eher tote Hose angesagt war. In den letzten Jahren der UdSSR waren sie oft genug in Moskau aufgetreten. Zaza Miminoschwili war damals auch ein gefragter Komponist von Filmmusiken. Newcomer f\u00fcr ein Festival wie der ESC sehen anders aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Ab Mitte der 90er Jahre verschrieben sich die drei unter den Namen \u201eThe Shin\u201c der Worldmusic. Shin hei\u00dft, auf deutsch \u00fcbersetzt, R\u00fcckkehr. Eine Name mit einer Botschaft: Die in Deutschland gegr\u00fcndete Band wollte sich intensiv mit der Musik ihres Heimatlandes besch\u00e4ftigen, allerdings nicht museal bewahrend. Das Ziel war von Anfang an, die Polyphonie Georgiens mit dem Musikrichtungen der Welt zusammen zu bringen. Die ehemaligen Jazzer adaptierten alle m\u00f6glichen Musikstile &#8211; Flamenco, Beat, Rock, auch Klassik &#8211; und mixten sie mit der traditionellen polyphonen Musik Georgiens in einer selten virtuosen Weise. Als Trio treten sind sie seit Jahren Stammg\u00e4ste in vielen internationalen Musikclubs. Und regelm\u00e4\u00dfig haben sie auch gr\u00f6\u00dfere B\u00fchnenproduktionen herausgebracht, zusammen mit Symphonie-Orchestern oder mit einem indischen Tabla-Spieler, ein anderes Mal mit je einem Musiker aus allen Anrainer-Staaten des Schwarzen Meeres: \u201eBlacksea Fire\u201c. \u201eThe Shin\u201c bereicherte viele Worldmusic-Festivals vornehmlich in Europa, aber auch in Asien und Amerika. Im Jahr 2009 erhielten sie den Creole-Preis, die h\u00f6chste deutsche Auszeichnung f\u00fcr Worldmusic.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Zu der Ehre, ihr Heimatland in Kopenhagen vertreten zu d\u00fcrfen, kamen sie recht kurzfristig. Keinen Monat Zeit verblieb zum Komponieren, Texten und Einspielen des Liedes. Und \u201eThe Shin\u201c w\u00e4re nicht \u201eThe Shin\u201c, h\u00e4tten sie sich nicht eine eigenwillige Geschichte ausgedacht f\u00fcr ihren Song. F\u00fcr den \u00fcblichen ESC-Mainstram konnten sie sich nicht hergeben. Ausgehend von ihrem Namen, der ja R\u00fcckkehr bedeutet, erz\u00e4hlen sie in ihrem Lied die R\u00fcckkehr der Menschen zu Erde, die sie zuvor verlassen hatten. Und weil ein ESC-Song nur maximal drei Minuten dauern darf, hei\u00dft das Lied eben \u201eThree minutes to Earth.\u201c Ein Song, der Musikkritiker schw\u00e4rmen l\u00e4sst. Ob er allerdings den europ\u00e4ischen Massengeschmack trifft, wird sich erst noch erweisen m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Im Gegensatz zu anderen Wettbewerbsbeitr\u00e4gen verzichten \u201eThe Shin\u201c auch auf aufw\u00e4ndige Orchesterbegleitung, die ohnehin nicht live aufgef\u00fchrt werden darf. Bis auf den Gesang kommt in Kopenhagen alles vom Band. \u201eUnser Arrangement hat nur die Instrumente, die wir selbst spielen und die in Kopenhagen auf der B\u00fchne zu sehen sind. Wir k\u00f6nnen unseren Sound \u00fcberall auf der Welt, in jedem kleinsten Club live genauso auf die B\u00fchne bringen wie auf der gro\u00dfen B\u00fchne des ESC.\u201c F\u00fcr das Festival sicher auch eine Art R\u00fcckkehr, eine R\u00fcckkehr zu handgemachter, ehrlicher Musik, f\u00fcr die \u201eThe Shin\u201c schon immer stand. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die drei Georgier ihren Festival-Beitrag mit dem Wort \u201eShin\u201c beenden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Seit mehr als 20 Jahren kenne ich die Jungs von \u201eThe Shin\u201c von ihren Anf\u00e4ngen als \u201eAdio\u201c in Tiflis, von Auftritten in Clubs oder auf Festivals. Mehrfach habe ich in Georgien und Deutschland elbst &#8222;Shin&#8220;-Konzerte veranstaltet. Meistens allerdings haben wir uns in den letzten 20 Jahren auf den Flugh\u00e4fen getroffen von Frankfurt oder Tiflis getroffen. Und oft genug, auf die Frage, wie es denn laufe, haben sie geantwortet: \u201eIrgendwann wird sie kommen, unsere Zeit.\u201c Mit Kopenhagen k\u00f6nnte f\u00fcr Zaza, Zurab und Mamuka eine neue Zeitrechnung anbrechen. \u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Rainer Kaufmann<\/em><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Hier der Link zu einer Konzertkritik aus dem Jahr 2003: <a title=\"Shin Konzert 2003\" href=\"http:\/\/www.erkanet.de\/georgien-news\/oldarchiv\/archive\/2003\/issue_018_2910\/shin.php\">http:\/\/www.erkanet.de\/georgien-news\/oldarchiv\/archive\/2003\/issue_018_2910\/shin.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart, Georgien und der Eurovision Song Contest Wenn am 8. 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