{"id":1390,"date":"2013-07-05T10:56:12","date_gmt":"2013-07-05T08:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1390"},"modified":"2013-07-06T10:51:41","modified_gmt":"2013-07-06T08:51:41","slug":"zuruck-im-alten-amt-bidsina-giorgobiani","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1390","title":{"rendered":"Zur\u00fcck im alten Amt: Bidsina Giorgobiani"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:PunctuationKerning\/>\n<w:ValidateAgainstSchemas\/>\n<w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n<w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n<w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n<w:Compatibility>\n<w:BreakWrappedTables\/>\n<w:SnapToGridInCell\/>\n<w:WrapTextWithPunct\/>\n<w:UseAsianBreakRules\/>\n<w:DontGrowAutofit\/>\n<\/w:Compatibility>\n<w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n<\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n<![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Von der Interpol-Fahndungsliste in die Staat<\/span><span style=\"font-family: Arial;\">liche Forstagentur<\/span><span style=\"font-family: Arial;\"><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Bidsina Giorgobiani ist wieder auf der Position angekommen, die er von<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>April 2004 bis M\u00e4rz 2005 schon einmal inne hatte: Leiter der Staatlichen Forstagentur Georgiens. Weil er sich damals vehement gegen illegale Holzexporte im Umfeld h\u00f6chster Regierungskreise zur Wehr setzte, kam er derma\u00dfen unter Druck einschl\u00e4gig bekannter Staatsorgane, dass er Hals \u00fcber Kopf das Land verlassen musste. Mit konstruierten Vorw\u00fcrfen wurde er in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft verurteilt und fand sich pl\u00f6tzlich auf der Liste von Interpol wieder. In Deutschland machte er seinen Doktor in Ressourcen-\u00d6konomie und arbeitete in verschiedenen Institutionen, u.a. der Biologischen Bundesanstalt f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft. Nach dem Regierungswechsel vom vergangenen Oktober wurde das Urteil gegen ihn annulliert und der Interpol-Eintrag gel\u00f6scht. Bidzina Giorgobiani erhielt seine vollen B\u00fcrgerrechte Georgiens zur\u00fcck, obwohl er mittlerweile auch die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft besitzt. Jetzt als ist er wieder zur\u00fcck in seiner Heimat und wieder verantwortlich f\u00fcr den Aufbau einer nachhaltigen Forstwirtschaft.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: Arial;\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\"><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1412\" rel=\"attachment wp-att-1412\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1412 alignleft\" title=\"2013_06_bidzina_IMG_0107\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013_06_bidzina_IMG_0107-300x276.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"276\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013_06_bidzina_IMG_0107-300x276.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013_06_bidzina_IMG_0107-150x138.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013_06_bidzina_IMG_0107-325x300.jpg 325w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/2013_06_bidzina_IMG_0107.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/strong>\u201eIch fange hier bei Null an.\u201c F\u00fcr die rund 1,8 Millionen Hektar Waldfl\u00e4chen im Land gibt es n\u00e4mlich weder eine vern\u00fcnftige Gesetzgebung noch eine wirtschaftliche Strategie. Mit einer einzigen Ausnahme: Rund 177.000 Hektar bester Waldfl\u00e4chen wurden in den letzten Jahren \u00fcber langj\u00e4hrige Lizenzvertr\u00e4ge vornehmlich an chinesische Firmen zur Nutzung abgetreten. \u201eDie Lizenzfl\u00e4chen sind jeder Kontrolle durch die georgische Forstverwaltung entzogen. Die meist ausl\u00e4ndischen Lizenznehmer haben v\u00f6llige Handlungsfreiheit im georgischen Wald.\u201c Es gibt f\u00fcr sie keine Einschlagsquote, keine Verpflichtung auf nachhaltige Nutzung des Waldes. Der neue Forstchef im Lande bef\u00fcrchtet daher nur eines: Kahlschlag total. Denn die Nachfrage nach Holz ist in den Nachbarl\u00e4ndern T\u00fcrkei, Armenien, Aserbaidschan, Iran, Saudi-Arabien, aber auch in Europa immens. \u201eDa wir nicht kontrollieren d\u00fcrfen, wie viel Holz eingeschlagen wird, k\u00f6nnen wir nicht einmal pr\u00fcfen, ob die Lizenznehmer ihre finanziellen Verpflichtungen dem Staat gegen\u00fcber erf\u00fcllen.\u201c Bidzina Giorgobiani steht damit vor einer \u00e4hnlichen Situation wie vor zehn Jahren nur mit dem kleinen Unterschied: \u00dcber Lizenzvertr\u00e4ge hat der Staat den Raubbau am georgischen Wald legalisiert.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Bis September will Bidsina Giorgobiani dem Parlament ein umfassendes Forstgesetz zur Beratung vorlegen, dazu eine staatliche Forststrategie, die zumindest f\u00fcr die restlichen Waldfl\u00e4chen eine nachhaltige Bewirtschaftung garantieren. Denn im georgischen Forst, der gr\u00f6\u00dften Waldfl\u00e4che im S\u00fcdkaukasus, steckt zweifelsohne ein enormes Wirtschaftspotential f\u00fcr das Land. Gro\u00dfe Hilfe erwartet er dabei von der Bundesrepublik Deutschland, an deren Gesetzen und Praktiken er sich orientieren m\u00f6chte. Die Hilfe ist bereits zugesagt und funktioniert. In der georgischen Forstverwaltung und -ausbildung arbeiten mehrere deutsche Experten als Berater, finanziert durch das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">Um erst einmal den Nachfragedruck nach georgischem Holz aus den Nachbarl\u00e4ndern zu mindern und damit das Tempo der Abholzung zu bremsen, will Bidsina Giorgobiani eine Internationale Holzb\u00f6rse in Georgien einrichten, wie er sie aus Hamburg oder Hessen kennt. Exporteure aus Russland, der Ukraine oder Wei\u00dfrussland etwa sollen \u00fcber eine Datenbank Informationen \u00fcber den Holzbedarf der georgischen Nachbarn erhalten und sich in diesem Markt st\u00e4rker engagieren. Denn bis die lizenzfreien Forstfl\u00e4chen erst einmal Holz in wettbewerbsf\u00e4hige Qualit\u00e4ten und Quantit\u00e4ten liefern k\u00f6nnen, wird es noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Eine vern\u00fcnftige Gesetzgebung allein reicht nicht aus, die staatliche Forstverwaltung muss auf allen Ebenen neu organisiert werden. Und dann wartet noch das gro\u00dfe Problem der Rekrutierung und Ausbildung neuer F\u00f6rster und Waldarbeiter. Nach 20 Jahren konzeptionslosem Raubbau ist der georgische Forst ein Sanierungsfall der ganz besonderen Art.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Interpol-Fahndungsliste in die Staatliche Forstagentur Bidsina Giorgobiani ist wieder auf der Position angekommen, die er von\u00a0 April 2004 bis M\u00e4rz 2005 schon einmal inne hatte: Leiter der Staatlichen Forstagentur Georgiens. 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