{"id":1041,"date":"2012-08-05T10:58:18","date_gmt":"2012-08-05T08:58:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1041"},"modified":"2012-08-05T10:58:18","modified_gmt":"2012-08-05T08:58:18","slug":"ein-kunstler-in-stein-und-ton","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?p=1041","title":{"rendered":"Ein K\u00fcnstler in Stein und Ton"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1044\" rel=\"attachment wp-att-1044\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1044\" title=\"2012_08_anaga_nika_IMG_3338\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_nika_IMG_3338.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"319\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_nika_IMG_3338.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_nika_IMG_3338-150x112.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_nika_IMG_3338-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_nika_IMG_3338-399x300.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Nika Bakhia pendelt zwischen Kvevris und Skulpturen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Er ist ein Wanderer zwischen vielen Welten. Er wohnt in Berlin, Tiflis und dem kleinen kachetischen Dorf Anaga in der N\u00e4he von Kardenaki. Er hat Kunstwerke geschaffen in Berlin, Saarbr\u00fccken, Luxemburg und vielen anderen St\u00e4dte, er war Gastdozent an Kunstakademien in Saarbr\u00fccken und Tiflis. Der heute 40-J\u00e4hrige k\u00f6nnte von seiner Kunst leicht leben, pendelnd zwischen Berlin und Tiflis.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1045\" rel=\"attachment wp-att-1045\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1045\" title=\"2012_08_anaga_plastik_SB KREUZ 10\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_plastik_SB-KREUZ-10.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"577\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_plastik_SB-KREUZ-10.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_plastik_SB-KREUZ-10-110x150.jpg 110w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_plastik_SB-KREUZ-10-220x300.jpg 220w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong> Skulptur in der Staatskanzlei Saarbr\u00fccken<\/strong><\/p>\n<p>Seit 206 hat er aber einen weiteren Lebensmittelpunkt: Ein kleines Weingut in Anaga im Alasanital. Er hat es sich einfach gekauft, zusammen mit sechs Hektar Rebfl\u00e4che, und hat angefangen, Wein anzupflanzen. Bisher sind drei Hekter mit Saperavi, Kratziteli, Mzvane, Chichvi, Cabernet und Syrah bestockt. Der Steinmetz wollte neben seiner K\u00fcnstlert\u00e4tigkeit noch etwas anderes machen. Es musste\u00a0 mit Natur zu tun haben, mit den H\u00e4nden wollte er arbeiten. Was lag da n\u00e4her als Wein? \u201eMit N\u00fcssen kann man leichter Geld verdienen.\u201c Aber Nussb\u00e4ume zu unterhalten, ist keine Ganzjahres-Arbeit f\u00fcr Nika.<\/p>\n<p>Nikas Weingut zu finden, ist nicht leicht. Am besten, man verabredet sich mit ihm an der Hauptstra\u00dfe in Kardenaki. Weingut. Eine kleine, unscheinbare Bauernkate, zweigeschossig, irgendwo versteckt zwischen B\u00fcschen. Im Obergeschoss will er einmal zwei Fremdenzimmer ausbauen. Im Erdgeschoss eine K\u00fcche und der Keller. Ein Dutzend Kvevri hat er selbst im Boden eingegraben. Eine andere Technologie kam nie infrage. Mit einer kleinen Innovation: Nika versiegelt seine Kvevri nicht mit Tonplatten und Lehm sondern mit Folie und einer Glasplatte, die mit einem Spezialschaum abgedichtet werden. Die Arbeit im Weinberg und Keller, bei dem ihm seine Eltern und ein Mitarbeiter helfen, sind jetzt die Konstanten, die den Jahresablauf bestimmen. Dazu vielleicht noch ein Kunstprojekt im Jahr in Europa, gelegentliche Verkaufsreisen nach Deutschland und England. Denn dort vermarktet Nika den gr\u00f6\u00dften Teil seiner Ernte, etwas mehr als 10.000 Flaschen im Jahr. In Deutschland stehen seine Weine in Weinboutiquen in Berlin, Bremen, Frankfurt und Saarbr\u00fccken und in einigen Restaurants. In Tiflis vermarktet er ebenfalls in zwei Weinfachgesch\u00e4ften. Die Preise k\u00f6nnen sich sehen lassen: zwischen 25 und 28 Euro in Deutschland, in Georgien liegen sie bei 30 Lari. Das Gesch\u00e4ft ern\u00e4hrt die Familie, Reinvestitionen sind kein Problem.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1042\" rel=\"attachment wp-att-1042\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1042\" title=\"2012_08_anaga_IMG_3326\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_IMG_3326.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"332\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_IMG_3326.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_IMG_3326-150x117.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_IMG_3326-300x234.jpg 300w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_IMG_3326-384x300.jpg 384w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Besucher in Nikas Kveveri-Keller<\/strong><\/p>\n<p>Apropos N\u00fcsse: Auch mit N\u00fcssen verdient Nika sein Geld, allerdings w\u00e4re er nicht ein K\u00fcnstler, wenn ihm da nicht etwas besonderes eingefallen w\u00e4re. Aus den traditionellen Tschurtschelas hat er ganz einfach Kokoris gemacht und diese zum Patent angemeldet. N\u00fcsse in eingedicktem Saft, aber nicht auf Schn\u00fcren aufgezogen sondern als birnenf\u00f6rmige Einzelst\u00fccke. Eine mehr als pfiffige Idee, die Nikas Philosophie in der Kunst wie im Weinbau enspricht: \u201cF\u00fcr mich ist Weinmachen ein kreativer Prozess so wie Skulpturen machen oder Malen. Alles hat etwas mit dem Verst\u00e4ndis der Natur vo Materialien zu tun, deren nat\u00fcrlichen Eigenschaften man nicht vergessen oder gar vergewaltigen darf.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/?attachment_id=1043\" rel=\"attachment wp-att-1043\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1043\" title=\"2012_08_anaga_kokori_P1030547\" src=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_kokori_P1030547.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"295\" srcset=\"http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_kokori_P1030547.jpg 425w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_kokori_P1030547-150x104.jpg 150w, http:\/\/www.kaukasische-post.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/2012_08_anaga_kokori_P1030547-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Nikas &#8222;Kokori&#8220; &#8211; Tschurtschelas einmal anderes<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Informationen: www.nika-page.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nika Bakhia pendelt zwischen Kvevris und Skulpturen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Er ist ein Wanderer zwischen vielen Welten. 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